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Baier (Berg)
 
 Beschreibung

Der Baier ist mit seinen 714 m der markanteste Berg an der Nahtstelle zwischen thüringischer Kuppen- und Vorderrhön. Der Berg hat als Teil des Biosphärenreservats Thüringische Rhön von allem etwas zu bieten: Wunderbare Wanderwege, atemberaubende Ausblicke, vielfältige Flora und Fauna, beeindruckende Blockmeere sowie Ringwallanlagen.

Die Geschichte
Die Spuren der Ringwälle findet man überall auf dem Bergrücken. Schon rund 500 Jahre vor unserer Zeitrechnung schätzten vermutlich die Kelten den Berg und errichteten hier eine Fluchtburg aus soliden Basaltsteinen. Heute schlängeln sich die bemoosten Reste der Anlage als niedrige Steinwälle zwischen den Buchen hindurch.

Besonderheiten
Nicht nur die Basaltkuppe als Zeugnis uralter Vulkantätigkeit prägt den Baier. Buntsandstein und Muschelkalk bilden in Schichten die Basis des Berges. 1990 wurden seine 64 Hektar unter Naturschutz gestellt. Schließlich wachsen hier insgesamt 139 verschiedene Blütenpflanzenarten und Farne.
Durch eiszeitlichen Frost sind unterhalb des Gipfels ansehnliche Blockmeere entstanden. In diesen Geröllfeldern haben sich zierliche Moose und farbenprächtige Flechten angesiedelt.

Anekdoten
Geheimnisvoll sind die Geschichten, die sich um den markanten Berg ranken. Einem Korbmacher aus Gehaus soll hier einst beim Pflücken einer Blume ein Schlüssel in die Hände gefallen sein, berichtet unter anderem der Heimatdichter Ludwig Bechstein. Dieser Schlüssel öffnete einen Felsen und gab den Blick frei auf eine Dame sowie ein Fass mit goldenen Weizenkörnern. Er solle nehmen, was er brauche, aber dabei das Beste nicht vergessen, mahnte die Frau. Schnell stopfte er sich die Taschen voll und verließ den unheimlichen Ort.
Draußen fiel ihm allerdings auf, dass er den Schlüssel vergessen hatte und der Zugang zum Weizen nun für immer versperrt war. Ärgerlich warf er die Körner weg - und entdeckte erst am nächsten Tag, dass sie sich in Goldtaler verwandelt hatten. Da hatte allerdings ein schwarzer Rabe schon das allermeiste aufgepickt.

Tipps für Wanderer
Gut ausgeschilderte Wanderwege führen unter anderem vom Emberg-Parkplatz bei Oberalba oder von Weilar und Gehaus hinauf zum Gipfel. Auf dem Weg dorthin stößt man auf den Rhönwanderweg Meiningen - Bad Salzungen sowie auf den Rundweg Kaltennordheim, Bad Salzungen, Unteralba und Emberg.
Achtung Gipfelstürmer: Vom Baierhof aus führt auch recht steil der kürzeste Weg nach oben.
 
Quellen:

Anja Daume - Südthüringer Zeitung
 Berge der Rhön, Teil 4 Baier

 AutorIn Diana Scheidler
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Blick zum Baier aus Urnshausen
Orte (www.rhoen.de)
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