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Kreuzberg (Berg)
 
 Beschreibung

Der Kreuzberg, der "Heilige Berg der Franken", bei Bischofsheim ist mit 928 m ü. NN der höchste Berg der bayerischen Rhön. Nach Wasserkuppe (950,2 m Hessen) und Dammersfeldkuppe (928 m; Hessen/Bayern) ist er der dritthöchste Berg der gesamten Rhön.
Seine Hänge sind bewaldet, das Gipfelplateau ist zum größten Teil frei.
Am Osthang, ca. 100 Meter vom hohen Kreuz entfernt liegen große Basaltblöcke, das sogenannte "Johannisfeuer".

Geschichte
Nicht erst seit der Missionierung der Franken durch St. Kilian um 686 galt der Kreuzberg als heilig. Der Berg soll in uralter Zeit "Asenberg" - Götterwohnung- geheißen haben und später im 12. Jahrhundert, Aschberg. Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn ließ auf dem Gipfel bereits im Jahre 1582 drei steinerne Kreuze errichten und verordnete, dass die Franziskaner von Dettelbach an den Kreuz- und Wallfahrtstagen auf dem Kreuzberg den Gläubigen Gottes Wort verkünden sollten. Die Kreuze wurden im 30-jährigen Krieg zerstört. 1598 wurde die erste Kapelle auf dem Gipfel errichtet, von 1681 bis 1692 erbauten die Franziskaner die heutige Wallfahrtskirche zusammen mit einem Kloster auf dem Kreuzberg.

Besonderheiten
Ein Stück vom Kreuz Jesu gelangte 1654 auf Umwegen in die Wallfahrtskapelle auf dem Kreuzberg. Der Amtmann von Bischofsheim, Johann Passmann, hatte die Reliquie von seinem später ermordeten Bruder, einem Jesuit aus Maastricht, durch einen Boten erhalten. Durch die Reliquie hatten die Kreuzberg-Wallfahrten enormen Zulauf. Auch die Klosterbrauerei war damals wie heute Anziehungspunkt für Pilger und Besucher. Seit 1731 wird hier das bekannte Kreuzbergbier gebraut.

Anekdoten
"Frz. Mich. Friedrich, Lehrer zu Sandberg", berichtete im Jahr 1879 in "Der Kreuzberg und seine Umgebung" vom" allseits berühmten Rhönhasen ", der" sich einer kräftigen und gewürzigen Äsung" erfreue, einen guten Braten liefere, aber selten geschossen werde. Der Grund läge in der heidnischen Verehrung der Göttin Ostara, als Göttin des Lichts, des Sonnenaufgangs, des Morgenlichts, der Morgenröte und des Frühlings. Ihr zu Ehren wurde im Ostaramaoth (April) das `Frühlingsfest`gefeiert", so Lehrer Friedrich. Auf der benachbarten Osterburg habe sich eine Opferstätte der Göttin Ostara befunden. Ihr sei der Hase als heiliges Tier geweiht gewesen- und habe entsprechendes Ansehen in der Bevölkerung genossen.

Tipps für Touristen
Der Kreuzberg ist einer der bedeutendsten touristischen Anziehungspunkte der Rhön und gleichzeitig nach wie vor Ziel von Wallfahrern aus nah und fern.
Vom Gipfel des Kreuzberges eröffnet sich nicht nur der Rundblick in das fränkische Land, die hessische Rhön, den Thüringer Wald und den Spessart, hier kann man auch die prachtvolle Klosterkirche, das Gipfelkreuz sowie die drei steinernen Kreuze als Endpunkt des Kreuzweges und nicht zuletzt die Klosterwirtschaft besuchen.
An der Südflanke des Berges erstrecken sich mächtige Blockfelder, an seinen Fuß reihen sich neben Wildflecken auch die Orte Haselbach, Bischofsheim, Kilianshof und Sandberg.
Am Parkplatz unterhalb des Gipfels kreuzen sich zahlreiche Wanderwege.
Im Winter locken elf gut präparierte Pisten im größten Skigebiet der Region. Bereits 1958 wurde hier einer der ersten Schlepplifte Deutschlands installiert. Heute kann man unter anderem zwischen der längsten und steilsten Abfahrt der Rhön wählen.







 
Internet

Wallfahrten zum Kreuzberg
 

 
Quellen:

Literatur zur Rhön
 Anja Daume - Südthüringer Zeitung "Berge der Rhön" - Der Kreuzberg

 AutorIn Diana Scheidler
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Ansehen
Kreuzigungsgruppe
Quelle: D. Scheidler
Orte (www.rhoen.de)
Bischofsheim a. d. Rhön
Anlagen
Gipfelkreuze
Kloster
Kreuz neben der Andachtshalle
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