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Volkersberg (Berg)
 
 Beschreibung

Lage
Es gab von alters her drei heilige Berge in der Rhön. Den Kreuzberg bei Bischhofsheim, welcher ein Kloster trägt, den kahlen Gläser bei Dermbach und den Volkersberg, auch der kleine Sinai genannt, bei Volkers in der Nähe von Bad Brückenau.
Der Volkersberg liegt an einer uralten Verkehrsachse zwischen Fulda und Hammelburg.
Der 552 Meter hohe Basaltstumpf erhebt sich auf der Wasserscheide von Schmaler und Breiter Sinn.

Geschichte
Die auffallende Erhebung des Volkersberges war vermutlich schon in vorchristlicher Zeit ein Heiligtum und entwickelte sich dann unter dem Einfluss des Klosters Fulda zu einer christlichen Pilgerstätte besonderer Art. Das Kloster Fulda verfügte bei Volkers über frühen Besitz und betrieb dort schon einen sogenannten Fronhof. Im 12. Jahrhundert soll hier bereits eine kleine Kapelle gestanden haben, an der sich Einsiedler niederließen und zu der Pilger zogen. Sie ist seit 1378 urkundlich bestätigt.
Nach dem 30-jährigen Krieg war ein solcher Ansturm von Wallfahrern, dass im Jahr 1657 der Landesherr, Fürstabt Joachim von Gravenegg, Franziskaner aus dem Kloster Frauenberg bei Fulda
holte. 1661 ließ er für sie ein Kloster errichten und die vorhandene Kapelle zur Klosterkirche erweitern.
Heute besteht kein Franziskanerkloster mehr auf dem Volkersberg. Die Brüder haben ihren Hausberg 1954 verlassen und die Gebäude dem Bistum Würzburg überlassen.

Besonderheiten
Das Bistum Würzburg richtete 1956 in den Gebäuden ein Diözesanjugendhaus mit katholischer Landvolkshochschule ein. Neben dem Jugendhaus bestehen auf dem Volkersberg noch die Klosterkirche und die dazugehörige Schenke.

Bedeutung für den Tourismus
Der Volkersberg bietet einen herrlichen Blick zum Dreistelz, zu den Schwarzen Bergen und auf das flache Waldland im Saale-Sinn-Dreieck.
Die Außenanlage des 250-jährigen Kreuzweges mit 14 Stationen in Form gemauerter Häuschen wurde 2001/2002 vollkommen erneuert.

 
Lesen

Zeitschrift
 "Buchenblätter" 5. April 2004
 AutorIn Frau Pabst
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Orte (www.rhoen.de)
Volkers
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