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Biber (Flora & Fauna)
 
 Beschreibung

Der Biber ist nach 320-jähriger Abwesenheit wieder in der Rhön. Im Landkreis Fulda hat er sich in in der Gemeinde Ebersburg niedergelassen. 1987 wurden im hessischen Spessart 18 ostdeutsche Biber von der Elbe angesiedelt. Sie haben sich seither bis nach Unterfranken ausgebreitet und zählen 250 bis 300 Tiere. Der Biber in Ebersburg ist vermutlich ein Jungtier, das über die Wasserscheide in das Gewässersystem der Fulda eingewandert ist. Biber sind nachtaktiv und erreichen etwa 30 Kilogramm Gewicht. Sie leben hauptsächlich an Fließgewässern. Ihr Aktionsradius ist in der Regel begrenzt auf einen Streifen von 15 bis 20 Meter beiderseits des Flusses. Als Pflanzenfresser ernährt er sich von krautigen Gewächsen im Bereich der Ufersäume. Im Winter greift er auf die Rinde von jungen Weichhölzern wie Weiden und Pappeln zurück. Bäche werden nur dann gestaut, wenn das zur Sicherung der Biberburg erforderlich ist. Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Fulda begleitet „das Wirken und die Ausbreitung des Bibers wohlwollend“, erklärte deren Leiter Otto Evers gegenüber der Fuldaer Zeitung. Da sich das Tier quasi selbst ausbreite, wolle man keine Biber aussetzen. Durch den Biber profitieren laut Evers zahlreiche andere Tier- und Pflanzenarten. Doch vor allem Bauern fürchten, dass ihre ufernahen Wiesen überschwemmt werden könnten. Die Untere Naturschutzbehörde bietet bei Hinweisen auf Biberaktivitäten individuelle Beratung vor Ort an.
 
Quellen:

Fuldaer Zeitung vom 15. April 2004
 

 AutorIn Sandra Limpert
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Orte (www.rhoen.de)
Ebersburg
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