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Basalt (Geologie)
 
 Beschreibung

Name:
Der Name Basalt kommt wahrscheinlich aus dem Altägyptischen und wird Plinius (77 n. Chr.) zugeschrieben.



Geologischer Ursprung:
Basalte sind vulkanische basische Extrusivgesteine/Ergussgesteine. Sie entstehen aus unterirdischen und unterseeischen Lavaströmen (Inlandbogen-Basalte, mittelozeanische Rückenbasalte, an Kontinentalrändern), kontinental-vulkanisch in Riffzonen und Plattformgebieten.
Sie werden nach ihrer chemischen Zusammensetzung oder nach dem geologischen Rahmen, in dem sie auftreten, klassifiziert. Kriterien für diese Unterscheidungen sind z. B. der Gehalt an Feldspatvertretern (Foide) oder der Olivinanteil.
Basaltmagmen entstammen dem oberen Erdmantel und stellen Teilschmelzen des dort vorhandenen Gesteins (Peridotit) dar. Basaltische Magmen sind wegen des geringen Quarzgehaltes sehr beweglich, gelegentlich fast so dünnflüssig wie Wasser. Daher können sie schnell aufsteigen. Machmal werden dabei Fragmente des Peridotits aus großer Tiefe mitgerissen und sind als Olivinklumpen auch im heutigen Basaltgestein zu finden. Wie alle Vulkanite kühlt der Basalt an der Erdoberfläche sehr schnell ab und hat deswegen ein dichtes Gefüge.

Das Gestein hat einen fast schwarzen Farbton mit leicht blauem Einschlag, der aus Silikaten besteht, auch bräunliche und rötliche Farbtönungen sind möglich.
Hauptmineralien: Plagioklas, Pyroxene (Augit, Pigeonit)
Nebenmineralien: Olivin, Amphibol, Biotit, Magnetit, Hämatit, Spen, Ilmenit, manchmal instabiler Quarz
Wegen des Reichtums an Mineralien, die Eisen und Magnesium enthalten, bezeichnet man Gesteine aus der Basaltfamilie auch als „mafische“ Gesteine oder auch als „basisch“, (bezogen auf den geringen Quarzgehalt).

Vorkommen
Auf den ozeanischen Rücken und auf den Kontinenten sind Basalte der Masse nach die bedeutendsten vulkanischen Gesteine.
Die Berge der Rhön verzeichnen reichliche Basaltvorkommen.
 Bedeutung

Rhönvulkanismus prägte die Oberflächenprägung der Rhön:
Der Weimarer Mineraloge Johann Carl Wilhelm Voigt erkannte 1783, dass die Basalte in der Rhön vulkanischen Ursprungs sind.

Die Prägung des Mittelgebirges Rhön mit langgestreckten Höhenzügen, flachwelligen Hochflächen, kuppenförmigen Einzelbergen, tief eingeschnittenen Tälern begann vor mehr als 25 Millionen Jahren mit dem Einsetzen des langanhaltenden Vulkanismus und geologischen Entwicklungen im Miozän.
Durch Landabsenkungen infolge von Salzauflösungen (Zechstein-Steinsalzlager) konnten durch Risse erste vulkanische Produkte aufsteigen. Es kam zu Ablagerungen der vorhandenen Gewässern und Reste der Sumpfvegetation (z. B. Entstehung von Braunkohlflözen). Vor ca. 6 Millionen Jahren stieg dann auch in Schloten und Röhren vulkanisches Gestein nach oben.
Die vulkanische Tätigkeit hielt an, die Gesteinsschichten zwischen den Vulkanschloten, Klüften und Spalten wurden zerstückelt und es drang weiteres vulkanisches Gestein nach oben. Gleichzeitig setzte sich die Heraushebung des Gebietes fort. Durch die weitere Verwitterung kam der unterirdisch gebildete Basalt an die Oberfläche. Auf den Plateaus der Hohen Rhön bis hin zur Wasserkuppe existieren auch ältere großflächige Basalte, die aus Oberflächenergüssen resultieren. Der heute teilweise zu sehende Säulenbasalt entstand durch Kluftbildung bei der Abkühlung, wodurch das Gestein in seiner charakteristischen prismenartigen Gestalt erhärtete.
Bereits die Kelten errichteten um ihre größeren Siedlungen Wälle aus Basaltbrocken (Steinsburg bei Römhild, Dietrichsberg, Diesburg, Milseburg, Oechsenberg).
Basalt diente als Baustein, zur Herstellung von Pflastersteinen und wird heute noch zur Produktion von Schotter und Splitt verwendet. Basalt eignet sich zur Herstellung von Basaltwolle. Die spektakulärste Verwendung erfuhren die Basaltsäulen aus der Rhön bei der Errichtung von Deichen (u.a. an der Zuider-See in den Niederlanden). Die Basaltsäulen werden in mehreren Reihen senkrecht in das Deichbauwerk eingebracht und trotzen der Brandung.

 
Internet

Geologische Informationen
 
Internetseite der Fa. FCN Nüdling
 

 AutorIn Frau Filler
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Ansehen
Basaltformation am Kreuzberg
Quelle: Fotografin: Diana Scheidler
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