Kontakt Die Redaktion Das Projekt Artikel schreiben
Suchworte
Meininger Museen (Museum)
 
Adresse
Schlossplatz 1
98617 - Meiningen
Kontakt
Museumsleitung
eMail: service@meiningermuseen.de
Tel: 03693 / 50 36 41
 
  Beschreibung

Die barocke Schlossanlage Elisabethenburg, in der sich vier Museumsabteilungen befinden, entstand im Jahre 1680, als Meiningen im Anschluss an eine Erbteilung Residenz des selbstständigen Herzogtums Sachsen-Meiningen wurde. Die Hauptbautätigkeit fällt in die Regierungszeit des ersten Herzogs von Sachsen-Meiningen, Bernhard I. In dieser Phase entstand das dreiflügelige Hauptgebäude, dem ein halbrunder Bau vorgelagert wurde.
Bernhard I. war es auch, der den Grundstock für die Kunstsammlungen legte. Dazu gehören heute unter anderem Gemälde niederländischer, italienischer und deutscher Meister sowie Porzellan, Gobelins und Möbel. Die grafische Sammlung umfasst rund 2000 Handzeichnungen und etwa 15 000 Druckgrafiken. Daneben entstand eine Sammlung mit Werken der DDR-Gegenwartskunst unter besonderer Berücksichtigung des Schaffens thüringischer Künstler.
Die Bestände der theatergeschichtlichen Sammlung gehören zu den umfangreichsten und bedeutendsten in Deutschland. Sie beherbergt Belegstücke und Dokumente des Meininger Theaters seit 1831. Mit der Regierungsübernahme durch Georg II. begann 1866 der Aufbau eines eigenen Schauspielensembles am Hoftheater. Auf ihren Gastspielreisen erzielten die "Meininger" europaweit Erfolge. 1500 Entwurfszeichnungen und Szenenarrangements, Kostüme, Requisiten und Bühnendekorationen sind erhalten geblieben. Einmalig in der Welt sind die 275 Bühnenbildteile.
Aus den Hinterlassenschaften der Meininger Hofkapelle bzw. der seit 1921 mit dem Theater vereinigten Landeskapelle setzt sich die musikgeschichtliche Sammlung zusammen. Mehrere Werke von Johannes Brahms wurden in Meiningen aufgeführt, zwischen 1880 und 1885 war Hans von Bülow Hofkapellmeister, für kurze Zeit war Richard Strauß sein Nachfolger. Einen letzten Höhepunkt erreichte die Hofkapelle unter Max Reger - das "Max-Reger-Archiv" ist ein wichtiger Bestandteil der musikgeschichtlichen Ausstellung.
Ein weiterer Schwerpunkt der Sammlungen im Schloss widmet sich der Entwicklung des Herzogtums Sachsen-Meiningen, des Altkreises und der Stadt Meiningen bis in die Gegenwart. Originale Baudetails, eine umfangreiche Notgeldsammlung, Folterwerkzeuge aus dem 17. und 18. Jahrhundert sowie Darstellungen der städtebaulichen Entwicklung Meiningens gehören zu den Exponaten.
Das Literaturmuseum im Baumbachhaus ist ebenfalls ein Teil der Staatlichen Museen. Das Haus in der Burggasse ist ein schlichter Fachwerkbau, den die Großeltern des Dichters Rudolf Baumbach (1840 bis 1905) erwarben. Baumbach ist Verfasser des Liedes "Hoch auf dem gelben Wagen", er verbrachte seine Kindheit und seinen Lebensabend in Meiningen. Seit 1937 ist das Haus der Öffentlichkeit zugänglich, 1982 wurde dort ein Literaturmuseum eingerichtet. Die ständige Ausstellung macht auch mit den Literaten bekannt, die zwischen dem 18. und 20 Jahrhundert in Meiningen und der Umgebung wirkten, wie Friedrich Schiller, Jean Paul und Ludwig Bechstein. Ein großer Teil der Ausstellung ist Rudolf Baumbach gewidmet.
 btn_white_zurueck
 

Dokumente
Baumbach
Bechstein
Jagdschloss Fasanerie Hermannsfeld
Lilie
Meiningen
Mühlfeld
Steinbach
von Sachsen-Meiningen
von Sachsen-Meiningen