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Bad Königshofen (Ort)
 
 Beschreibung

Die kleine Stadt ist der kulturelle und wirtschaftliche Mittelpunkt des Grabfeldes. Seine 1898 entdeckte starke Natrium-Chlorid-Sulfat-Quelle hat ihre Heilkraft bei Ischias, Gicht und Rheuma, bei Leber und Gallenleiden, bei Darm und Stuhlträgheit bereits tausendfach bewiesen.

Ein Königshof mag hier schon zur Zeit der merowingischen Frankenkönige gegründet worden sein: 822 wird er nämlich als »Chuningishuoba« urkundlich genannt.
Der seit dem 11. Jh. hennebergissche Ort wurde 1315 als befestigter Platz (oppidum) erwähnt und erhielt 1323 durch Ludwig den Bayern Stadt- und Marktrechte.
1354 kam Königshofen nach dem Aussterben der Henneberger an das Hochstift Würzburg. Nach Verpfändung und Wiedereinlösung wurde die Stadt Sitz eines bischöflichen Amtmanns und vor allem nach 1650 zu einer starken bastionären Festung ausgebaut. Nach dem Übergang an Bayern begann man 1826 mit der Schleifung der Festungswerke, von denen heute nur noch Reste erhalten sind.

Die katholische Pfarrkirche war etwa um 1520 vollendet.

Eine moderne Hauskapelle wurde 1963/64 dem Komplex des Studienseminars St. Michael eingefügt.
Die Kapuzinerklosterkirche wurde vor 1665 gleichzeitig mit den Klostergebäuden errichtet.
Das Rathaus (Spätgotik Renaissance) entstand 1563/75 an der Stelle des beim großen Stadtbrand 1562 eingeäscherten »Kaufhauses«.

Der Marktplatz ist ungewöhnlich groß (4700 Quadratmeter) und mit mehreren Brunnen ausgestattet. Kulturgeschichtlich interessant ist der mittelalterliche Kornmessstein.

Bad Königshofen ist reich an historischen Bauten. 1518 begann Fürstbischof Lorenz v. Bibra mit dem Bau der sogen. alten Burg, deren Reste mit schöner Wendeltreppe noch heute im Ostflügel der ehemaligen Volksschule zu finden sind. In diesem Bereich der Stadt stehen weitere Zeugen fürstbischöflicher Landeshoheit: Der ehemalige Schüttboden (1625), die alte Kaserne (1760 erbaut), die ehem. Amtskellerei (1607).
Das Pfarrhaus am Kirchplatz ist ein Bau der Hochrenaissance (1598); unweit davon steht das alte Spitalgebäude, 1584/85 errichtet, 1799 erweitert.

Das Gebiet war schon frühgeschichtlich besiedelt.
In der Schranne (erbaut 1693) werden Ausgrabungsfunde der Vor- und Frühgeschichte des Grabfeldes gezeigt.


 
Quellen:

Karl Treutwein - "Unterfranken"
 

 AutorIn Renate Remde
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Bad Königshofen i. Grabfeld
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Vorgeschichtsmuseum, Bad Königshofen
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