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Bad Kissingen (Ort)
 
 Beschreibung

Als »Chizziche« wurde Bad Kissingen erstmals im Jahre 801 urkundlich erwähnt.
Die mächtigen Grafen von Henneberg waren seit dem 11. Jh. Besitzer dieses Gebietes. Aus diesem Geschleckt stammte auch Otto von Botenlauben, der sich nach seiner oberhalb von Kissingen gelegenen Stammburg Botenlaube (Schreibweise früher Bodenlauben) nannte. Er war ein berühmter Minnesänger seiner Zeit und stiftete Kloster Frauenroth.
Schon 1279 wurde Kissingen in einer hennebergischen Urkunde erstmalig »Stadt« genannt. Von der früheren wehrhaften Befestigung ist kaum noch etwas erhalten.
Im Bauernkrieg sympathisierte die Stadt mit der Sache der Aufständischen. Bischof Konrads nahm dafür blutige Rache.
Im Bruderkrieg 1866 wurde Bad Kissingen und seine Umgebung zum Schauplatz eines blutigen Gefechtes zwischen preußischen und bayerischen Truppen.
Zum Bahnanschluss über Ebenhausen, der seit 1871 bestand, kam 1924 die Saaletalbahn, die die Verbindung mit Gemünden herstellte.

Sechs Heilquellen begründeten Bad Kissingens Ruhm als Kurort. Bereits im Jahre 1544 wird Bad Kissingen auch als Badeort erwähnt. Seitdem hat sich Kissingen zu einem berühmten Weltbad entwickelt.



Die katholische Marienkapelle am Friedhof (östl. Ortsteil) ist das älteste Gotteshaus von Bad Kissingen.
1883 wurde die katholische Stadtpfarrkirche Herz Jesu erbaut.
Der Turm der katholischen Kirche St. Jakobus gründet auf einen Turmrest des 14. Jhs.
1847 entstand die evangelische Pfarrkirche im neuromanischen Stil nach Plänen des bayerischen Hofarchitekten Andreas Gärtner. Der Zustrom von Kurgästen aus aller Welt veranlasste den Bau einer anglikanischen (1862) und einer russisch-orthodoxen Kirche (Kuppelbau von 1901).

Das Alte Rathaus ist ein wappengeschmücktes Bauwerk am Marktplatz.
Der Heussleinsche Hof wurde 1709 nach Plänen des Barockbaumeisters Johann Dientzenhofer errichtet. Der stattliche Dreiflügelbau mit vielen gut stuckierten Innenräumen dient seit 1929 als Rathaus.
Der Minnesängerbrunnen, von Lore Friedrich-Gronau zum Gedächtnis Ottos von der Botenlauben geschaffen, plätschert seit 1965 auf dem Rathausplatz.

Die Obere Saline (1767/72) ist ein stattliches Barockgebäude, in der einst Bismarck eine Wohnung hatte. Die Untere Saline gibt es seit 1788, auch das Gradierwerk ist ein Bau aus dem 18. Jahrhundert.
Von Balthasar Neumanns Kurhaus und Kurgarten ist nichts mehr erhalten, für die heutigen Kuranlagen ist der klassizistische „Prinzregentenstil“ typisch. Der Festsaal des Regentenbaus bietet Platz für 1000 Personen.

 
Quellen:

Karl Treutwein
 Unterfranken

 AutorIn Renate Remde
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Ansehen
Bad Kissingen
Quelle: Rhönline
Orte (www.rhoen.de)
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Bismarck-Museum, Bad Kissingen
Dauerausstellung "Jüdisches Leben in Bad...
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