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Bad Salzungen (Ort)
 
 Beschreibung

Bad Salzungen ist ein alter, günstig gelegener Ort, der früh - 775 - als Königsgut mit seinen Erträgnissen von Karl dem Großen dem Kloster Hersfeld überantwortet wurde, in dem schon früh - seit 841 - auch das Kloster Fulda Besitz hatte.

Schon der Name der Stadt weist auf die Salzlager des Werratals hin, durch deren Salzgewinnung erlangte die Stadt Bad Salzungen ihre frühe Bedeutung. So wird auch in der ersten urkundlichen Erwähnung von Salzungen im Jahre 775 bereits der Salzstätten und Siedepfannen gedacht. Sie förderten vor allem im 13. Jh. den Stadtwerdungsprozeß: 1305 erscheint Salzungen als "oppidum".

Die annähernd rechteckige, an den großen Burgsee angelehnte Altstadt weist eine Fläche von ca. 350 x 150 m auf; der Markt liegt am Schnittpunkt mehrerer Straßen. Stadtmauer und Graben waren im 14. Jh. vorhanden, auch die Vorstadt vor dem Neutor wurde seit 1397 mit einem Graben umwehrt. Die Stadtmauer besaß vier Tore und mehrere Türme. 1668/69 wurde eine neue Mauer unter Einbeziehung des Nappenplatzes errichtet. Die mittelalterlichen Vorgängerbauten von Rathaus, Stadtkirche und "Schnepfenburg" fielen dem großen Stadtbrand von 1786 zum Opfer und wurden bis 1792 unter Beibehaltung älterer Reste durch die jetzigen Gebäude ersetzt. Allerdings riss auch der 2. Weltkrieg schmerzliche Lücken, wobei u. a. das Rathaus, der Haunsche Hof (Adelssitz von 1624) und die Stadtkirche verschont bleiben.
Am Friedhof liegt die Ruine der alten Husenkirche. Diese geht wahrscheinlich auf ein Gotteshaus mit Mutterkirchenfunktion für die gesamte Umgebung in früh- bzw. hochmittelalterlicher Zeit zurück. Im Mittelalter befand sich dort das Dorf Husen.

Die Sole wurde zu Beginn des 19. Jhs. auch erstmalig für Kurzwecke verwendet. Während die Salzgewinnung immer mehr in den Hintergrund trat, gewann die Heilwirkung der Sole für an Lunge und Atemwege Leidende zunehmend an Bedeutung: Salzungen entwickelte sich zum Bad, besonders nachdem 1837 das erste Badehaus erbaut worden war und die Stadt 1858 Bahnanschluss erhalten hatte.

Um die Jahrhundertwende setzte aber auch verstärkt die industrielle Metallwarenproduktion ein, und durch den benachbarten Kalibergbau erhöhte sich die Einwohnerzahl sehr rasch.

Östlich von Salzungens erhob sich einst die Burg Frankenstein, heute steht dort eine künstliche Ruine.
Am Fuße des Burgbergs lag das Kloster Allendorf.
 
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Quellen:

Dr. Günther Wölfing
 Kleine Henneberger Landeskunde

 AutorIn Renate Remde
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Das Kurhaus
Quelle: Foto Manfred Hempe
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Stadtmuseum Türmchen, Bad Salzungen
Anlagen
Das Kurhaus von Bad Salzungen
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