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Belrieth (Ort)
 
 Beschreibung

Belrieth ist ein Beispiel einer glaubhaft überlieferten Umwandlung einer hennebergischen Burg in eine bäuerliche Wehrkirchenanlage.
Der zuerst 840 erwähnte Ort war ursprünglich nur auf der linken Werraseite angelegt; darüber thronte auf dem jetzigen Kirchberg im Hochmittelalter und 14. Jh. eine kleine Burg. 1299 bis 1359 bezeugte hennebergische Ministerialen von Belrieth sind wohl nach ihr benannt. Nach der zwischen den Grafen von Henneberg-Aschach und Henneberg-Schleusingen sowie den Grafen von Schwarzburg ausgebrochenen Fehde um das Erbe der 1378 erloschenen Linie Henneberg-Hartenberg wurde Belrieth 1380 Hermann von Henneberg-Aschach zugesprochen. Er siedelte die Bewohner des in den Kämpfen zerstörten, einst gegenüber in einem Seitental des rechten Werragrunds gelegenen Dorfs Bitthausen am rechten Werraufer an und überließ die Burg den Einwohnern, die sie in eine Wehrkirche umwandelten. Dabei behielt sich die Herrschaft (seit 1549 Henneberg-Schleusingen, Amt Maßfeld) allerdings das Öffnungsrecht für Zeiten der Gefahr vor. Hinter dem einstigen Wallgraben und der doppelten Ringmauer, von der noch die innere steht, hatten alleine die Bewohner jenseits der Werra 36 Gaden.
Die jetzige Kirche stammt aus dem späten 16. Jahrhundert.
 
Quellen:

Dr. Günther Wölfing
 Kleine Henneberger Landeskunde

 AutorIn Renate Remde
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Orte (www.rhoen.de)
Belrieth
Anlagen
Werrabrücke Belrieth
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