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Bibra (Ort)
 
 Beschreibung

Den seit 1151 hier bezeugten, heute noch auf ihrer Burg sitzenden Herren von Bibra gelang es, über die Reichsritterschaft bis 1803 eine autonome Stellung zu wahren.
Im 15. Jh. bauten sie die Burg besonders wehrhaft aus. Die den zeitgleichen Anlagen von Untermaßfeld und Walldorf ähnliche Umwehrung mit Graben, acht Türmen und Wehrmauer umschließt einen relativ geräumigen Hof mit nach der Zerstörung von 1525 neu errichteter Kemenate.
Der Versuch, das im Halbkreis um die etwas erhöhte Burg gelegene Dorf zum stadtähnlichen Mittelpunkt der Herrschaft zu machen, schlug allerdings fehl. Von dem 1486 vom Kaiser erwirkten Markt-, Zoll- und Befestigungsrecht blieben nur einige Märkte. 1492 bis 1503 erfolgte aber der Bau der repräsentativen Kirche St. Leo mit Unterstützung des dem mächtigen Rittergeschlecht entstammenden Würzburger Bischofs Lorenz von Bibra, der wohl auch die Altarwerke aus der Werkstatt Tilman Riemenschneiders vermittelte.
Sehenswert sind auch die z.T. vorzüglichen Steindenkmäler der Herren von Bibra um 1500 bis 1729 und das neue Schloß von 1580.
In Bibra wirkte der revolutionäre Prediger Hans Hut, der 1524 Thomas Müntzer hier beherbergte und im Bauernkrieg von der Kanzel herab dazu aufforderte, "alle Oberkait totzuschlagen".
Über Alter und Funktion des Burgwalls "Höhn" bei Bibra liegen bisher keine gesicherten Erkenntnisse vor.
 
Quellen:

Dr. Günther Wölfing
 Kleine Hennebergische Landeskunde

 AutorIn Renate Remde
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Orte (www.rhoen.de)
Bibra
Anlagen
Burg Bibra
Kirche Bibra
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