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Bischofsheim (Ort)
 
 Beschreibung

Bischofsheim ist eine landesherrliche Gründungsstadt. Sie verdankt ihre Gründung vermutlich Bischof Hermann von Lobdeburg oder Bischof Iring von Reinstein-Homburg. Die befestigte Stadt liegt am nördlichen Fuß des Kreuzberges in einem Talkessel der oberen Brend.
In die Jahre nach 1259 ist das Gründungsdatum zu setzen.
1270 ist die Stadt erstmals erwähnt, in einer erzählenden Quelle.
1292 findet die erste urkundliche Erwähnung statt.. In diesem Jahr kamen Stadt und Amt auf Grund eines Vergleiches an die Herren von Trimberg, fielen aber 1376 an das Hochstift Würzburg zurück.
Von der Stadtbefestigung ist der fast kreisrunde und bis zu 4 m hohe Mauerring noch zum Teil erhalten, Türme und Tore fehlen. Die einstige Burg, die Würzburg mit Lehensleuten besetzte, soll an der Stätte des jetzigen Amtsgerichts gestanden haben.
Bischofsheim war Sitz eines bischöflichen Oberamtes und eines Zentgerichtes. Mehrere Großbrände, der erste 1639, der letzte 1850, zerstörten viel von der Schönheit der alten Stadt.
Die Bischofsheimer Wollenweber- und Tuchmacherzunft gelangte im 16. Jh. zu hoher Blüte; noch um 1800 war ein Drittel der Einwohner mit der Herstellung von »Böschemer Tuch« beschäftigt; erst das Maschinenzeitalter machte diesem Gewerbe ein Ende. Heute ist Bischofsheim durch seine Holzschnitzschule bekannt.
Der alte Zehntturm wird als Wahrzeichen der Stadt angesehen. Das fünfgeschossige Bauwerk entstand im frühen 13. Jh. und war ursprünglich Turm der damaligen Kirche. Die katholische Pfarrkirche (1610) ist eine weiträumige nachgotische Basilika im »Juliusstil«. Der sterngewölbte Chor wird vom hohen Turm und der Sakristei flankiert. Kanzel und Taufstein sind prächtige Renaissancewerke. Einige gute Adelsepitaphien des 16./17. Jahrhunderts sind noch vorhanden. Durch die rückwärtige Verlängerung des dreischiffigen Langhauses (1966) erhielt der Zehntturm wieder seine alte Funktion als Kirchturm.

Die evangelische Kirche wurde 1902/03 erbaut.
Die Friedhofskapelle ist ein Bauwerk der Jahre 1726/27.

Auf dem Marktplatz stehen 2 Brunnen: Die reichverzierten Eisenplatten, aus denen die Becken zusammengesetzt sind, wurden 1582 in einer örtlichen Gießerei hergestellt. Auf dem Marktplatz finden wir zudem einen alten, verwitterten Kornmeßstein.
Westlich von Bischofsheim findet man die Reste der Ruine der Osterburg.

Auf dem Bauersberg steht eine Jugendherberge und Jugenderholungsstätte der Stadt Schweinfurt.

Am Ostrand von Bischofsheim beginnt die Hochrhönstraße.




 AutorIn Renate Remde
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Ansehen
katholische Kirche
Quelle: Rhönline
Orte (www.rhoen.de)
Bischofsheim a. d. Rhön
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