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Breitungen (Ort)
 
 Beschreibung

Als größte Landgemeinde der Region ist Breitungen 1950 durch den Zusammenschluss dreier Orte entstanden. Alten-Breitungen rechts der Werra existierte schon in vorfränkischer Zeit. Frauen-Breitungen, (ursprünglich Königs-Breitungen) links der Werra ist aus einem fränkischen Königshof hervorgegangen, der auch Standort einer dem Erzbistum Mainz unterstellten Mutterkirche war. Die zugehörige Burg auf dem Steilhang rechts der Werra wirkte ebenfalls ortsbildend (Burg-, später Herren-Breitungen).
Der Umfang der Mark Breitungen war mit dem Sprengel der Mutterkirche identisch und reichte bis auf den Thüringer Wald. Er wird 933 anläßlich der Übertragung dieses Gebiets an die Abtei Hersfeld umschrieben.
1049 taucht anstelle der Burg das Kloster (Herren-)Breitungen auf. Vor 1112 erfolgte die Reformierung durch hirsauische Benediktiner, wahrscheinlich 1112 fand die Weihe der dreischiffigen Basilika statt, die bis auf das Ostwerk im wesentlichen noch steht.
In Königs-Breitungen entstand 1137 ein Hospital, das zu einem Augustinerstift erweitert wurde und sich vor 1183 den Prämonstratensern anschloss. Das ursprüngliche Doppelkloster wurde seit dem 13. Jh. nur noch mit Nonnen besetzt (Frauen-Breitungen). Nach wechselvollen Kämpfen behauptete Hersfeld zunächst noch die Vormachtstellung. Es hatte schon 1114 das Marktrecht in Frauen-Breitungen erwirkt, 1137 ist ein Werraübergang nachweisbar.
Als es 1187 den Thüringer Landgrafen gelang, die Klostervogtei zu erwerben, betrieben sie sofort den Ausbau des Marktfleckens zur Stadt.
Um 1189 gehörte Breitungen zu den landgräflichen civitates, doch kam dieser Prozess nicht zum Abschluß.

Aus den wechselvollen Kämpfen zwischen Hersfeld, den Frankensteinern (s. Salzungen), Frankenbergern und Hennebergem um die Vogtei über die beiden bedeutenden Klöster gingen letztere 1301 und 1337 zwar als Sieger hervor, sie mußten sich aber im 15./16. Jh. gegen Hessen verteidigen. Der Abt von Herren-Breitungen, gestützt auf seine umfangreiche Grundherrschaft, konnte diese Verhältnisse zum Ausbau einer relativ autonomen Stellung nutzen. 1512/14 waren Reformbestrebungen nach dem Vorbild von Bursfelde in Gang, am 25.4.1525 besetzte der Werrahaufen Breitungen mit 4000 Mann.
1528 wurde Frauen-Breitungen, 1553 Herren-Breitungen säkularisiert und sein Konventsgebäude in ein hennebergisches Schloss
umgewandelt, das noch steht. Herren-Breitungen wurde 1583 hessisch und 1866 preußisch.

Die drei Breitungen waren bis zum 18. Jahrhundert fast völlig auf Landwirtschaft gestellt. Dem Einzug des Handwerks folgte die Industrie (u.a. 1897 Metallwarenfabrik, 1912 Kraftwerk, schließlich Plastewaren u.a.).
 
Internet

Breitungen
 
Sage vom Popposaal im Schlosse zu Burg oder Herrenbreitungen">Sage vom Popposaal im Schloss Breitungen
 

 
Quellen:

Dr. Günther Wölfing
 Kleine Henneberger Landeskunde

 AutorIn Renate Remde
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