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Frankenheim (Ort)
 
 Beschreibung

Frankenheim ist die höchst gelegene Gemeinde der Thüringer Rhön.
Urkundlich erwähnt wurden Frankenheim in der Hohen Rhön und die Nachbargemeinde Birx erstmals im Jahre 1228 als lehnsfreier Besitz der Herrschaft Hildenburg-Lichtenberg mit Kirche. Seinerzeit wurde dieses Gebiet zwischen Henneberg und Würzburg geteilt.

Zum Bauernkrieg kämpften die Frankenheimer im "Schwarzen Haufen". So setzten auch sie zusammen mit anderen Buchenländern Ostern 1525 die zwölf Bauernartikel beim Sohn des Henneberger Grafen zu Fulda durch, welcher sich vorerst auch daran hielt. Das Leben im rauhen Klima dieser Lage war früher ungemein hart, da der Feldbau hier am allerwenigsten abwarf. Die Einwohner Frankenheims konnten kaum von der Plüsch- und Barchentweberei, Peitschenstockschnitzen und vom Betteln leben. Ihre Not war sprichwörtlich. Ohne ihr Vieh, das sie auf ihre über 800 Acker große Hutfläche treiben konnten, wären viele verhungert. 1876/77 raffte der Hungertyphus 60 meist junge Menschen dahin.
Erst die bescheidene Industrialisierung um die Jahrhundertwende (Bürsten-, Schuh-, Uhren- und Zigarrenherstellung) brachte eine Besserung der Lebensumstände.

In unmittelbarer Nähe von Frankenheim befindet sich ein Grenzwall (Hähl) aus der Zeit des Mittelalters zwischen dem Tannschen, dem Hennebergischen und dem Würzburgischen Gebiet, die sogenannte "Schwedenschanze".

Während des Dreißigjährigen Krieges gingen viele Häuser und auch die Kirche in Flammen auf.
1666 wurde eine neue, einfache Kirche gebaut und 1711 erneuert. 1750 erhielt sie noch einen Turmanbau. Wegen Einsturzgefahr wurde die Kirche 1885 abgerissen.
Die neue evangelische Peter- und Paul-Kirche wurde 1885 - 1886 an anderer Stelle im neugotischen Stil errichtet. Somit ist in Frankenheim kaum noch alte Bausubstanz vorhanden.

Wegen seinem subalpinen Klima war Frankenheim seit dem 19. Jahrhundert bis zum Ende des 2. Weltkrieges schon ein Höhenluftkurort. 1914/15 entstand das erste Kurhaus namens "Sophienhöhe" im Leubacher Grund. Die Namensgebung war ein Kompliment an die herzogliche Wohltäterin Großherzogin Sophie von Sachsen/Weimar.
Weitere Aus- und Umbaumaßnahmen sollten folgen, jedoch der 2. Weltkrieg verhinderte dieses Vorhaben.
Wegen seiner unmittelbaren Lage an der innerdeutschen Grenze wurde das Gebäude am 31. August 1967 gesprengt und dem Erdboden gleichgemacht.

Frankenheim versucht heute, an diese erfolgreiche Tradition wieder anzuknüpfen.


 
Internet

Link zur Ortsseite Frankenheim
 

 
Quellen:

Dr. Günther Wölfing
 Kleine Henneberger Landeskunde

 AutorIn Renate Remde
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Orte (www.rhoen.de)
Frankenheim/Hohe Rhön
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