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Gollmuthhausen (Ort)
 
 Beschreibung

1192 wird Gollmuthhausen, im landschaftlich wohl schönsten Teil des Milzgrunds liegend, erstmals urkundlich erwähnt. In dem Schriftstück wird bezeugt, dass der „Schülerhof“ in der Gemeinde in den Besitz des Klosters Herrenbreitungen übergeht. Es ist anzunehmen, dass ein gewisser Gollmann, daher der Ortsname, die Siedlungsbauern anführte.

1194 wird in Gollmuthhausen erstmals eine „capella“ erwähnt, von der sich bis in unsere Tage eine 1492 angeschaffte Glocke erhalten hat. Sie dürfte somit eine der ältesten Kirchenglocken in weitem Umkreis sein.

1423 empfängt Graf Georg von Henneberg-Römhild Gollmuthhausen als Lehen des Stifts Eichstätt.

1556 heißt es in einem Kirchenvisitationsprotokoll: „Dies Dorf pfarrt seit Alters gen Behringen.“ Vier Jahre später wird Gollmuthhausen mit der Pfarrei Rothausen vereinigt.

1583 sterben die Henneberger aus und Gollmuthhausen kommt zu Sachsen-Römhild, wo es bis ins 19. Jahrhundert verbleibt. In einem Staatsvertrag wird Gollmuthhausen 1808 dem Großherzogtum Würzburg, das später an Bayern gelangt, einverleibt.

1608 wird eine neue Kirche errichtet, die jedoch schon 1635 im Verlauf des Schwedenkriegs bis auf die Grundmauern niederbrennt und 1658, zehn Jahre nach dem Kriegsende, wieder aufgebaut wird.

1635/36 sterben 125 Ortseinwohner an der Pest. 1639 wird das Dorf angebrannt und zur Hälfte vernichtet.

1798 findet letztmals der Brauch des „"Kizgerichts" “ in Gollmuthhausen statt.
1819 wird eine neue Kirche in Gollmtuhhausen errichtet. Sie ist eine von lediglich drei neoklassizistischen Kirchen Unterfrankens.
 
Quellen:

Reinhold Albert, Heimat- und Archivpfleger des Landkreises Rhön-Grabfeld
 

 AutorIn Renate Remde
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Orte (www.rhoen.de)
Gollmuthhausen
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