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Irmelshausen (Ort)
 
 Beschreibung

799 schenkt die Äbtissin des Klosters Milz, Emhilt, dem Kloster Fulda Güter zu „Irminolteshusum“ (= Bei den Häusern des Irminolt).

Im 12. Jahrhundert wohnt Graf Boppo II. von Henneberg in der Burg und nimmt den Namen seines Wohnorts in seinen Namen auf. Er nennt sich fortan Graf Boppo von Irmelshausen.

1199 erlischt dieser Name mit Heinrich von Irmelshausen schon wieder. Die Veste, die schon 1314 als „Castrum“ urkundliche Erwähnung findet, fällt an die gräflich Hennebergische Hauptlinie zurück, von der es 1354 an das Hochstift Würzburg kommt.

1376 verpfändet Bischof Gerhard von Würzburg die Veste Irmelshausen an Berthold von Bibra.

1466 wird die Filiale Irmelshausen von der Pfarrei Mendhausen getrennt und selbständige Pfarrei. Fünf Jahre später wird eine neue, dem heiligen Jakob geweihte Kirche errichtet. Sie birgt 22 zum Teil prachtvoll ausgestattete Grabmäler der Familie von Bibra.

1511 wird Valentin von Bibra mit dem Patronat belehnt. Es erlischt erst 1974 mit dem Tod von Sigismund von Bibra.

1514 wird die Burg vergrößert. Unter Hans von Bibra entstehen 1556 - 61 drei neue Flügel, der sogen. "Hansenbau". Die Veste Irmelshausen ist ein Juwel. Sie gehört zu den schönsten und gepflegtesten Wasserschlössern Frankens - in ihrer Art bedeutend wie das vielbesuchte Mespelbrunn. Sie stellt einen der reizvollsten Baukörper unter sämtlichen fränkischen Edelsitzen dar. Das Mobiliar des Schlosses ist eine der kostbarsten Sammlungen unserer Heimat.

1519 stirbt der berühmteste Vertreter des Geschlechts, Fürstbischof Lorenz von Bibra. Er ist ein besonderer Gönner und Förderer Tilman Riemenschneiders.

1530 hält die Reformation in Irmelshausen Einzug.

1710 ist der Irmelshäuser „Weiberkitz“, der noch heute alle drei Jahre am Fastnachtsdienstag gefeiert wird, erstmals urkundlich nachweisbar. Laut Überlieferung dürfen die Frauen das Fest feiern, weil sie einen Irmelshäuser Zentschöffen auf dem Rückweg vom Gerichtstag in Königshofen aus einer Schneewehe vor dem sicheren Tod retteten. Weitere eigentümliche Bräuche in der Gemeinde sind das Spitzenreiten an Pfingsten sowie die Verteilung des Glücksbrots am Neujahrstag.
 
Quellen:

Reinhold Albert, Heimat- und Archivpfleger des Landkreises Rhön-Grabfeld
 

 AutorIn Renate Remde
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Orte (www.rhoen.de)
Irmelshausen
Anlagen
Wasserschloss Irmelshausen
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