 | Jüchsen (Ort) | | | | | | Beschreibung
Mit der Erwähnung von Jüchsen im Jahre 758 setzt die schriftliche Überlieferung in der Gesamtregion ein. (Frühgeschichte um Jüchsen). 827 wird Jüchsen als "altes Dorf" bezeichnet. 18 Urkunden des 8./9. Jh. bezeugen seine Bedeutung in karolingischer Zeit, u.a. auch als Mittelpunkt einer großen Mark. Am 27.6.857 fand hier eine Versammlung statt, an der ein Graf Christian, der Abt von Fulda und 25 weitere Adlige teilnahmen. Offenbar handelte es sich um eine Gauversammlung mitgerichtlicher Funktion. Auf ein hohes Alter deutet auch das Patrozinium der mitten im Dorf auf dem Tannenberg stehenden Kirche St. Peter und Paul (Neubau 1628/38 mit mittelalterlichen Resten). 1384 ist sie als Wehrkirche bezeugt, die Kirchhofsmauern wurden aber 1877 abgebrochen.
Das Dorf war zusätzlich mit vier Toren und wahrscheinlich einem Zaun gesichert. In der inmitten des weiten Jüchsengrundes gelegenen ungewöhnlich großen Flur (2600 ha, davon 1000 landwirtschaftlich genutzt) hatten neben zahlreichen bäuerlichen Hüben ein Kammergut und drei Adelsgüter Platz, von denen eins der vom 12. bis 16. Jh. bezeugten Familie von Jüchsen gehörte. Trotz ergiebiger Landwirtschaft war zeitweise auch das Weberhandwerk stark vertreten. | | | Internet
| | | Quellen:
 | Dr. Günther Wölfing | | | Kleine Henneberger Landeskunde |
| | | AutorIn Renate Remde | | |  |
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