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Kaltennordheim (Ort)
 
 Beschreibung

Das kleine Städtchen Kaltennordheim liegt in der Thüringischen Rhön.

795 als Nordheim ersterwähnt, taucht der Namens- Vorsatz "Kalten" - wohl als Anspielung auf das rauhe Klima - erst seit dem 14. Jh. auf. Das trifft auch für Kaltensundheim und Kaltenwestheim zu. Man wollte die Dörfer damit sicher auch von den anderen nach den Himmelsrichtungen bezeichneten "heim-Nestern" aus der Zeit der fränkischen Staatskolonisation unterscheiden.
Von 1334 an ist Kaltennordheim als Sitz eines hennebergischen Amtes bezeugt, das 1445/75 Sonderherrschaft Graf Heinrichs des Unruhigen war, der nach vorangegangener bewaffneter Erbauseinandersetzung mit seinen Neffen damit abgefunden worden war. Seine "Residenz" war die um 1350 gegründete Meerlinsburg, von deren mittelalterlicher Anlage nur noch Teile der Ringmauer und des Haupt- und Torturms erhalten sind. Die übrigen Gebäude gehören dem 16. -19. Jh. an; das Amtshaus wurde 1752/54 erbaut.

Trotz formaler Stadterhebung 1562 taucht erst um die Mitte des 18. Jh. die Bezeichnung "Stadtflecken" auf; 1927 erfolgte die erneute Erklärung zur Stadt. Ein Markt ist zwar vorhanden, wegen der späten Stadtentwicklung ist die Topographie des Ortes aber nicht städtisch.
Die älteste Kirche St. Kilian war im 15. Jh. wohl schon einmal erneuert, wurde 1568 umgebaut und danach verändert, während die Stadtkirche St. Nikolai erst 1597 gegründet und nach dem Brand von 1858, dem fast die ganze Stadt zum Opfer fiel, neu gebaut wurde.

Seit dem Jahre 1563 findet in Kaltennordheim alljährlich zu Pfingsten der "Heiratsmarkt" statt. Der Heiratsmarkt war ursprünglich ein Bauernmarkt, der sich im 19. Jahrhundert zu einem Volksfest entwickelte. Heute ist der Heiratsmarkt das größte und bekannteste Volksfest in der Thüringer Rhön.

Außer geringem Feldbau, aber guter Viehzucht, wurden in Kaltennordheim besonders Weberei, Gerberei und Schnitzerei betrieben, von 1704 bis zur Wende unseres Jahrhunderts sind am Windberg zwei kleine Braunkohlenbergwerke bezeugt. Heute sind Kleinbetriebe der Holz- und Metallbranche angesiedelt.
Auf dem nahegelegenen Berg Umpfen sind noch Reste einer Wallanlage zu finden.

Kaltennordheim ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft "Oberes Feldatal" und besitzt Umlandfunktion für die umliegenden Gemeinden.

 
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Quellen:

Dr. Günther Wölfing
 Kleine Henneberger Landeskunde

 AutorIn Renate Remde
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