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Oberstreu (Ort)
 
 Beschreibung

Der Ort liegt 3 Kilometer südlich von Mellrichstadt und wurde 796 urkundlich genannt. Schon früh kam er in den Besitz des Hochstifts Würzburg. Als Lehen ging er durch die Hände vieler Adelsgeschlechter.
Zweimal im Laufe seiner Geschichte wurde der Ort fast vollkommen verwüstet - 1553 im Markgräflerkrieg und 1641 während des Dreißigjährigen Krieges. Trotzdem hat er noch alten Baubestand aufzuweisen.
Der Kirchgaden, einst die größte Anlage dieser Art in Unterfranken, ist nur noch auf der Ostseite erhalten.
Die Turmuntergeschosse der katholischen Pfarrkirche sind frühgotisch, das Langhaus wurde 1913/14 in alter Form neu erbaut. Das schöne Portal mit vorgesetzten Säulen zeigt im geschweiften Giebelaufsatz das Wappen des Fürstbischofs Julius Echter. Die modernen Figuren in der Portalwand (St. Rita, St. Klaus von Flüe) schuf 1961 der Schweinfurter Bildhauer Heinrich Söller. Altäre und Kanzel entstanden um 1700, der Taufstein 1654.

Ein merkwürdiger Bildstock steht am nördlichen Ausgang des Dorfes. Seine Bestandteile entstammen 3 verschiedenen Epochen. 4 vorromanische Säulen in seltsamen Knotenverschlingung tragen ein reliefgeschmücktes Bildhäuschen des Jahres 1448; die Bekrönung mit Fialen und Kreuzblumen wurde 1591 aufgesetzt.
Die alte Streubrücke ist mit einer Madonna verziert.

 
Quellen:

Karl Treutwein
 Unterfranken

 AutorIn Renate Remde
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Orte (www.rhoen.de)
Oberstreu
Anlagen
Bildstock in Oberstreu, Detailansicht
Kirchgaden von Oberstreu
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