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Oberzella (Ort)
 
 Beschreibung

Die erste Erwähnung war 1139 durch den Urkundenzeugen Volkwin von Cella.
Die Endung "Cella" lässt darauf schließen, dass es sich um eine Klostergründung handelte. 1191 verlieh Papst Cölestin III. der Äbtissin von Kreuzberg, heute Philippsthal, einen Schutzbrief über Oberzella und übergab das Dorf somit dem Frauenstift. Mit dem Siegeszug der Reformation geriet das Kloster Kreuzberg immer mehr in hessische Abhängigkeit und fiel 1648 endgültig an Hessen. Auch Oberzella wurde hessisch. Mit der Neuordnung Europas während des Wiener Kongresses 1815 wurde Oberzella gemeinsam mit dem Amt Vacha dem Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach zugeschlagen.
Oberzella selbst blieb unabhängig und ist seit 1994 Ortsteil von Vacha.

Oberzella gehörte bis zum 16. Jahrhundert zur Pfarrei von Heiligenroda. 1718 wurde mit dem Bau einer Fachwerkkirche begonnen. Die alte Kirche, die 1903 abgerissen wurde, stand bei der Einmündung der Lindenstraße in die Schulstraße. Noch vor Weihnachten 1903 wurde die neue Kirche eingeweiht, die nördlich vom bisherigen Standplatz auf dem ehemaligen Friedhofsgelände erbaut wurde.

In Oberzella gibt es zahlreiche schöne Fachwerkhäuser aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts mit geschnitzten Eckständen mit Schneckenlinien und Kerbschnittornament an Füllbretttern und Schwellen und die für das Felda- und Ulstertal typischen fischgrätenartigen Quersiegel.
Das historische Ortsbild wurde durch einen durch Sprengung verursachten Gebirgsschlag im Kaliwerk Merkers am 13. März 1989 in Mitleidenschaft gezogen.

Spuk an der Werra
Zur Gemarkung Oberzella gehörte einst auch der Ortsteil Sachsenheim an der Werrabrücke. Dort befand sich das Siechenhaus, in welchem im MIttelalter viele Pestkranke ihre letzten Tage verbrachten.
Der Sage nach lauerte dort einst der Siechenhund nächtlichen Wanderern auf. Das Spukwesen soll die Größe eines Kalbes gehabt haben. Es hatte feurige Telleraugen und sprang Vorübergehenden auf den Rücken, biss sich fest und ließ sich dann über die Brücke tragen.



 
Lesen

Literatur zu den Orten der Thüringer Rhön
 „Thüringische Rhön“, Autor Walter Höhn „Kennst du die herrliche Rhön noch nicht ?“, Autor Jürgen Wolter „Zur Rhön hinauf“, Autor Gerhard Grischok „Meine Heimat“, Autor Günter Kaiser
 
Internet

Weitere Ortsinformationen
 

 
Quellen:

Bernd Götte
 Südthüringer Zeitung "STZ vor Ort" vom 07.09.2007

 AutorIn Frau Pabst
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