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Untereßfeld (Ort)
 
 Beschreibung

741 tritt Untereßfeld als „Eichesfeld“ erstmals urkundlich in Erscheinung.

823 bestätigt Kaiser Ludwig der Fromme die Schenkung einer Martinskirche in Untereßfeld. Diese Kirche dürfte eine von 14 Martinskirchen gewesen sein, die Bischof Willibrord, der 739 starb, erbauen ließ. Von der „Urpfarrei“ Untereßfeld aus wird die Seelsorge in 13 Dörfern der Umgebung getätigt.

1229 wird erstmals ein Pfarrer in Untereßfeld urkundlich genannt.

1540 wird ein Schloss in Untereßfeld erwähnt, das heute gänzlich verschwunden ist.

1575 wird in der Echterzeit ein neues Schulhaus, 1611 ein neues Pfarrhaus errichtet.

1603 kommt es wegen eines vom fürstbischöflichen Beamten Königshofens auf Untereßfelder Gemarkung „abgepfandeten Hasens“ zu einem langjährigen Rechtsstreit zwischen dem Fürstbischof und den Dorfherren, den Gebrüdern von Ostheim zu Friesenhausen, den schließlich das Reichskammergericht nach Einschaltung des Kaisers schlichten muss. Eine wegen dieser Streitsache angefertigte Karte enthält übrigens die ältesten überlieferten Ortsansichten der Dörfer südlich Königshofens.

1618 wird eines der schönsten Fachwerkhäuser im Grabfeld am ortsbildprägenden Kirchplatz erstellt. Das heute in Besitz von Franz Fries befindliche Haus ist insbesondere wegen der ornamentalen Ausgestaltung des Giebelgefüges höchst bemerkenswert. Noch älter ist das Bauernhaus der Familie Zirkelbach am Ortseingang aus Richtung Königshofen kommend. Es ist eines der wichtigsten Objekte des Denkmalschutzes in Rhön-Grabfeld.

1969 entsteht an der Straße nach Obereßfeld eine Verbandsschule, die fortan Kinder aus zwölf Orten im Umkreis besuchen.

1972 wird Untereßfeld Stadtteil von Königshofen.

1991 wird die 1250-Jahrfeier mit einem großartigen historischen Dorffest begangen.

 
Quellen:

Reinhold Albert, Heimat- und Archivpfleger des Landkreises Rhön-Grabfeld
 

 AutorIn Renate Remde
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Orte (www.rhoen.de)
Untereßfeld
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