Kontakt Die Redaktion Das Projekt Artikel schreiben
Suchworte
Völkershausen (Ort)
 
 Beschreibung

Nach Aufzeichnungen von Hans Goller, Vacha, ist der Ort bereits 1214 erstmals urkundlich erwähnt worden.
1989 stand das stattliche Dorf im Blickfeld der Öffentlichkeit, als ein Bergschlag der nahen Kaliwerke einen Großteil seiner Bausubstanz vernichtete.
Besonders zu beklagen ist der Verlust der 1717/20 errichteten Kirche, in der sich vom Vorgängerbau noch die Grabsteine der Herren von Völkershausen befanden.
Ihre von Wall und Graben umgebene Burg mit Vorburg war am 19. April 1525 von den Aufständischen umlagert, und Ritter Hans von Völkershausen wurde gezwungen, sich dem Bund derselben anzuschließen. 1534 führte er - ungeachtet der fuldaisch-hersfeldischen Hoheit über seine Herrschaft - die Reformation ein.
Der Landgraf von Hessen ließ 1714 die alte Burg abbrechen und später ein neues "Schloss" aus schlichtem Fachwerk errichten.
Vordem im Jahr 1348, besaßen die Herren von Voulfricheshuson bereits eine Burg, umgeben von Wallgraben, Ringmauer und einer Zugbrücke.
Wechselvoll war die Geschichte der Burg. Nach Belagerung im Bauernkrieg 1525 hatte die Burg 1605 eine Basatzung von 250 Mann mit 14 Geschützen,1626 Plünderung durch Tillys Kriegsvolk. 1706 stirbt das Geschlecht in Völkershausen aus und die Burg wird 1714 auf Befehl des Landgrafen von Hessen abgetragen.

Im 20. Jahrhundert lebten zahlreiche Einwohner vom Kalibergbau. Die Schäden des Bergschlags von 1989 konnten relativ schnell behoben werden, und mit Hilfe der Landeskirche und vieler Spender entstand ein neues Gotteshaus.

Auf dem Geisköpfchen soll eine vorgeschichtliche keltische Kultstätte gewesen sein.
Im großen Steinbruch wird noch immer Basalt abgebaut und im Basaltwerk nahe bei Weilar Rotenberg weiterverarbeitet.
 
Quellen:

Dr. Günther Wölfin^g
 Kleine Henneberger Landeskunde

 AutorIn Renate Remde
 btn_white_zurueck

Orte (www.rhoen.de)
Völkershausen b. Vacha
  Kommentar hinzufügen