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Vachdorf (Ort)
 
 Beschreibung

Vachdorf an der Werra, das schon 840 urkundlich erscheint, wurde 883 von Kaiser Karl dem Dicken an Würzburg geschenkt und kam so später an das Amt Meiningen.
Das ansehnliche Dorf war durch Wall und Graben geschützt und hatte eine der größten Wehrkirchenanlagen der Region, die den Burgen von Bibra, Untermaßfeld und Walldorf in ihrer Gestaltung des 15. Jh. vergleichbar ist.
Die innere, über 5 Meter hohe Mauer mit vier runden Ecktürmen umschloss ein Quadrat. Ihr folgten nach 2,5 Metern Zwingerabstand eine äußere, niedrigere Mauer mit vier runden Bastionstürmen an den Ecken und ein umlaufender Wassergraben, der von der Werra und dem nahen "Hunnenbrunnen" gespeist werden konnte. Den Zugang bildete der Torturm an der Nordmauer. Im Inneren lagen außer der Kirche 52 Gaden. Heute sind im wesentlichen nur noch drei Seiten der inneren Mauern, der Torturm, der Rest eines Eckturmsund etliche Gaden erhalten.
1631/38 mußte die wohl noch kleine ehemalige Kirche einem Neubau weichen, der jedoch den alten Turm beibehielt, der z.T. noch spätmittelalterlich zu sein scheint. Der schlanke achteckige pyramidenförmige Helm gehört aber der Zeit um 1600 an.

 
Quellen:

Dr. Günther Wölfing
 Kleine Henneberger Landeskunde

 AutorIn Renate Remde
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Orte (www.rhoen.de)
Vachdorf
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