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Adam von Fulda
(Historische Persönlichkeit)
 
  Lebensgeschichte

Adam von Fulda wurde um 1445 in Fulda geboren. Seine Studien absolvierte er u. a. im Kloster Vornbach am Inn. Von 1491 bis 1501 stand er in Torgau an der Spitze der Kantorei des sächsischen Kurfürsten Friedrich des Weisen. Im Anschluss wirkte er bis zu seinem Tod an der Universität Wittenberg. Er starb 1505 an der Pest. Der Hauptteil seines musikalischen Schaffens bestand in lateinischen Chorwerken (Messen und Hymnen) für Knaben- und Männerchor.

Adam von Fulda stand musikalisch "an der Schwelle der Neuzeit". Er komponierte noch im alten Stil, doch war er am Stil der beginnenden Renaissance interessiert Diese brachte einen umfassenden Stilwandel hervor. Es entstanden Dur und Moll sowie Rhythmus und Takt in heutigem Sinn. Die Instrumentalmusik verselbständigte sich. Bis dahin spielten die Instrumente nur die vokalen Linien mit. Adam von Fulda fasste die damaligen Kompositionsregeln in zehn Sätzen zusammen. Sein Lehrsatz, Quint- und Oktavparallelen seien zu vermeiden, ist heute noch von Gültigkeit. Über seinen Schüler Johann Walther beeinflusste er die renommierten Komponisten Michael Praetorius und Heinrich Schütz.
  Bedeutung

Adam von Fulda war einer der bedeutendsten Vertreter der deutschen Musik im 15. Jahrhundert. Seine Abhandlung „De musica“ („von der Musik“), erschienen 1490, leitete zu den humanistischen deutschen Musiklehren über.

 
Lesen

Hans Joachim Moser, Leben u. Lieder des Adam von Fulda, 1929 (Nachdruck 1974)
 
 
Quellen:

Prof. (Musikpädagoge) Gottfried Rehm
 
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Band I (1990) Spalte 30 (Autor: Friedrich Wilhelm Bautz), Hamm 1990
 

 AutorIn Birgit Schmalz
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Fulda
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