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Johann Matthäus Bechstein
(Historische Persönlichkeit)
 
  Lebensgeschichte

Johann Matthäus Bechstein wurde am 11. Juli 1757 in Waltershausen geboren. Er war der Onkel und Adoptiv- bzw. Ziehvater von Ludwig Bechstein (1801-1860).

Als zielstrebiger und weitsichtiger Organisator gründete und leitete er drei forstliche Lehranstalten in Waltershausen (1795) und Dreißigacker (1801), wobei letztere 1803 zur Forstakademie erhoben wurde.
Bereits 1795 schuf er die Societät für Forst- und Jagdkunde als (welt-) erste Gelehrtengesellschaft von Forst- und Jagdwissenschaftlern.
Er war Herausgeber, Verfasser und Übersetzer einer ganzen Reihe von wissenschaftlichen Buchveröffentlichungen (35 Titel in mehr als 80 Bänden) zur Jagd- und Tierkunde, Vogelkunde, Lurch- und Kriechtierkunde, Heimtierhaltung und zur allgemeinen und forstlichen Pflanzenkunde.
Gemeinsam mit dem Ritschenhäuser Pfarrer und Entomologen Georg Ludwig Scharfenberg (1746-1810) erarbeitete er auch wissenschaftliches Material zur Insektenkunde.
Durch die Universität Erlangen wurde ihm 1806 die Ehrendoktorwürde verliehen.
Die ihm entgegengebrachte hohe Wertschätzung drücken Ehrentitel wie "Vater der Naturkunde", "Vater der deutschen Naturgeschichte" bzw. auch "Vater der deutschen Vogelkunde" oder seine Mitglied- und Ehrenmitgliedschaft in zahlreichen Gelehrtengesellschaften und Akademien seiner Zeit aus.
Johann Matthäus Bechstein starb am 23. Februar 1822 in Dreißigacker bei Meiningen.






  Bedeutung

Johann Matthäus Bechstein gilt als erster Biologe unter den Begründern der deutschen Forstwissenschaft und als einer der entscheidenden Bahnbrecher des Naturschutzes und der wissenschaftlichen Ornithologie.
Als Aufklärer und Pädagoge im Allgemeinen, wie als Begründer der Jagdtierkunde, als bedeutender Vogelkundler und Naturschützer oder als Pionier der Forstinsektenkunde im Besonderen, hat er in Lehre und Forschung wesentlich zum Erkenntnisfortschritt beigetragen und die Forstwissenschaft auf eine naturwissenschaftliche Grundlage gestellt.

 
Quellen:

Biosphärenreservat Rhön
 Heft 12, 2007

 AutorIn Manfred Hempe
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Johann Matthäus Bechstein
Quelle: Internet
Orte (www.rhoen.de)
Dreißigacker
Waltershausen
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