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Professor Balthasar Fabricius (Phacchus, weitere Schreibweise: Fabritius) (Historische Persönlichkeit) |
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1485 bis 1541 |
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Lebensgeschichte
Fabricius wurde um 1485 in Vacha geboren. Möglicherweise besuchte er die Fuldaer Stiftsschule.
Während seines Studiums in Erfurt um 1500 kam Fabricius mit dem Humanismus in Berührung. Mit seinen dortigen Lehrern Nikolaus Marschalk und Georg Spalatin wechselte er 1502 an die neu gegründete Wittenberger Universität. 1503 folgte die Ernennung zum Magister Artium.
Ulrich von Hutten rühmte Fabricius 1510: "Vivit in hac Francus, patriae nova gloria, Phacchus, amicitiae portio fida meae" (Hoch lebe der Franke, des Vaterlands neuer Ruhm, Phacchus, mein treuer Freund).
1517 erlangt Balthasar Fabricius die Rektorwürde an der Universität Wittenberg. Er wirkte schon vor dem Eintreffen Melanchthons auf eine Reform der Universität hin.
1519 nahm er an der Leipziger Disputation zwischen Martin Luther und Johannes Eck teil, ebenso 1520 an der Verbrennung der gegen Luther gerichteten päpstlichen Bannbulle.
1530 heiratete er Anna von Farnrode, eine Nonne aus dem Eisenacher Katharinenkloster. Wie der ab 1530 überlieferte Briefwechsel mit Georg Witzel nahe legt, wand sich Fabricius wieder von der Lehre Luthers ab.
Nach fast vierzig Jahren Lehrtätigkeit starb Balthasar Fabricius am 3. Juli 1541 in Wittenberg.
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Bedeutung
Fabricius gehörte zu einem aus der Rhön stammenden Kreis von Gelehrten wie Ulrich von Hutten, Eberhard von der Tann und Georg Witzel, die in das Reformationsgeschehen eingebunden waren. Fabricius fand in den sogenannten "Dunkelmännerbriefen" (Epistolae obscurorum virorum) des Crotus Rubeanus und des Ulrich von Hutten mit den Worten: "Tunc est ibi unus poeta, qui vocatur Balthasar de Facha" Erwähnung.
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| | Lesen
 | Treu, Martin | | | Balthasar Fabritius Phacchus – Wittenberger Humanist und Freund Ulrichs von Hutten, in: Archiv für Reformationsgeschichte 80, 1989
Hutten, Melanchthon und der nationale Humanismus, in: Humanismus und Wittenberger Reformation |
 | Hrsg. von Michael Beyer und Günther Wartenberg, Leipzig 1996. | | | Festgabe anlässlich des 500. Geburtstages des Praeceptor Germaniae Philipp Melanchthon am 16. Februar 1997 |
| | | Internet
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 | Olaf Ditzel, Vacha | | | Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon |
| | | AutorIn Diana Scheidler | | |  |
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