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Michael Henkel
(Historische Persönlichkeit)
 
  Lebensgeschichte

Michael Henkel war von 1799 bis 1802 Hoflakai am Hof zu Fulda. Ab 1801 wirkte er zudem als Vertreter des Organisten und Kantors der Fuldaer Stadtpfarrkirche. Ihm oblag ferner der Singunterricht an der Städtischen Knaben- und Mädchenschule. 1803 wurde Michael Henkel Domkantor. Von 1805 bis 1837 war er Musiklehrer am Lehrerseminar Fulda, von 1816 bis 1848 zudem an Lyceum und Gymnasium. 1837 gründete Henkel in Fulda den weltlichen gemischten Chor "Cäcilia".
Er führte in Fulda regelmäßige Kammerkonzerte durch, war ein begehrter Begleiter bei Liederabenden und wirkte bei fast allen Festen und Feiern der Stadt mit. Michael Henkel war bei Orgelprüfungen in und außerhalb des Bistums Fulda als Orgelsachverständiger tätig. Michael starb am 4.3.1851. Sein Grabmal am alten städtischen Friedhof in Fulda ist erhalten.

Von Michael Henkel stammen über 100 Kompositionen. Darunter das Orgelbuch zum Fuldaer Diözesangesangbuch, eine Orgelschule und "Lieder für Elementarschulen im zweistimmigen Satz". Neben Orgelwerken komponierte Henkel auch Kammermusik. Zu seinen Privatschülern zählten Prinzessin Caroline von Hessen und der Musiker Heinrich Joseph Wassermann.
  Bedeutung

Michael Henkel gehörte einer Familie an, die über mehrere Generationen im Musikleben der Stadt Fulda von Bedeutung waren. Der Ahnherr der Sippe war Andreas Henkel der Ältere (1739-1825) aus Unteralba bei Dermbach. Er war Kammerdiener des Fuldaer Fürstbischofs und Klarinettist im Hoforchester. Die Söhne Michaels waren Georg Andreas und Heinrich Henkel. Michael war der bedeutendste Musiker der Sippe.

 
Quellen:

Rehm, Gottfried, Musikantenleben. Beiträge zur Musikgeschichte Fuldas und der Rhön im 18. und 19. Jahrhundert, Fulda 1997
 

 AutorIn Birgit Schmalz
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Orte (www.rhoen.de)
Fulda, Stadt
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