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Ernst Keller (Apotheker)
(Historische Persönlichkeit)
 
  Lebensgeschichte

Ernst Keller wurde am 21.7.1883 in Dermbach in der thüringischen Rhön als Sohn des Apothekers Ferdinand Keller geboren.
Er studierte in Jena und interessierte sich schon früh für die ur- und frühgeschichtliche Sammlung seines Vaters. Neben seinem Studium besuchte er Lehrveranstaltungen zur Ur- und Frühgeschichte.
Später verband ihn eine enge Freundschaft mit dem Prähistoriker Prof. Dr. Gotthard Neumann, Professor für Ur- und Frühgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
1932 wurde von Dermbacher Persönlichkeiten, unter ihnen der Apotheker Ernst Keller, der Verein ”Heimatmuseum für das Eisenacher Oberland” gegründet. Dies war der erste Schritt zur Sammlung und Bewahrung alten Kulturgutes für die thüringische Rhön.
Die ersten greifbaren Zeugnisse einer Besiedlung der Rhön stammen aus dem Neolithikum, der Jungsteinzeit. Steinbeile und durchbohrte Äxte der verschiedenen neolithischen Epochen in der Vorderrhön sind Zeugen dieser Besiedlung. Ernst Keller hat sie gesammelt und damit der Nachwelt erhalten.
Im Dermbacher Schloss wurde in einigen Räumen des Südflügels eine Sammlung aufgebaut, die hauptsächlich aus Leihgaben und Schenkungen der Bevölkerung bestand. Glanzstück dieser Ausstellung waren allerdings die ur- und frühgeschichtlichen Ausgrabungen aus der Rhönregion, die teilweise durch den Apotheker Ernst Keller selbst geborgen worden waren.

Aus Anlass der hundertjährigen Gründung des Germanischen Museums schenkte Ernst Keller die Sammlung 1963 der Universität Jena. Sie wurde 1966 in den Bestand der ur- und frühgeschichtlichen Sammlung übernommen.
Ernst Keller starb 1969 in Dermbach.
  Bedeutung

Die Sammlung Keller/Dermbach umfasst etwa 500 Fundobjekte von der Altsteinzeit bis in das späte Mittelalter. Sie stammen in erster Linie aus Dermbach in der thüringischen Rhön und Umgebung, dem ehemaligen Kreis Bad Salzungen und den umliegenden Altkreisen Eisenach, Schmalkalden und Meiningen.
Zu den herausragendsten Funden gehört zweifellos der sogenannte "Schwurring" von Öchsen.
Hinzu kommen einige Funde aus Nord-, Ost- und Westdeutschland sowie Westeuropa (England, Belgien, Frankreich). Die meisten nichtdeutschen Funde stammen aus den Pfahlbauten der Schweiz vom Bodensee, Züricher See und Neuenburger See. Neben ostmitteleuropäischen Funden aus Polen und Ungarn und solchen der Klassischen Antike aus Italien sind auch Funde aus Kleinasien dem Vorderen Orient, Ägypten und Westafrika vertreten.
Desweiteren umfasst die Sammlung Keller auch ethnologische Gegenstände aus Südamerika und dem Südseeraum.

Die Sammlung wurde 1961 von Karl Peschel (Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts) in Dermbach katalogisiert. (Katalog der vor- und frühgeschichtlichen Funde der Sammlung Keller, Dermbach/Rhön)

An den Apotheker und Heimatfreund Ernst Keller erinnert eine Gedenktafel an der Kellerkastanie in der Buschstraße in Dermbach.



 
Quellen:

Internet
 

 AutorIn Frau Pabst
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