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Herzog Bernhard I. von Sachsen-Meiningen (Gründer der Linie Sachsen-Meiningen)
(Historische Persönlichkeit)
 
  Lebensgeschichte

Herzog Bernhard I. von Sachsen-Meiningen wurde am 10. September 1649 in Gotha als drittältester von sieben Söhnen des Herzogs Ernst I. der Fromme von Sachsen-Coburg-Gotha und seiner Frau Elisabeth Sophia von Sachsen-Altenburg geboren und wuchs auf Schloss Friedenstein zu Gotha auf.
Die Söhne sollten nach dem Tod des Vaters 1675 das Land gemeinschaftlich regieren, was jedoch nicht funktionierte. Das Land wurde 1680/81 daher in sieben Kleinstfürstentümer aufgeteilt.

Bernhard erhielt den anfangs nur 12 Quadratmeilen umfassenden Landstreifen zwischen Salzungen, dem halben Dorf Mehlis, Maßfeld und Henneberg zugesprochen. Es bildete sich das Herzogtum Sachsen-Meiningen und Bernhard verlegte seinen Wohnort in die größte und befestigte Stadt seines Landes nach Meiningen, die somit Residenz wurde.
Die bestehende Burg mit ihrer Hauptbausubstanz aus dem 16. Jh. ließ Bernhard I. außer dem "großen steinernen Hause", abreißen.
1682 ließ er den Grundstein legen zu einem größeren und zeitgemäßen Schloss, der heutigen Dreiflügelanlage. Sie erhielt nach der zweiten Gemahlin des Herzogs den Namen Elisabethenburg.

Um dieses große Bauvorhaben realisieren zu können, mussten den Einwohnern der Stadt Meiningen zusätzliche Frondienste und Steuern auferlegt werden. Der Herzog verpfändete bzw. verkaufte auch Kammergüter und Gerechtigkeiten, auch die Kassen für die Waisenhäuser und Ärmsten der Armen mussten mit Zahlungen belastet werden.
Der in Alchemie bewanderte Bernhard I. versuchte außerdem, den "Stein des Weisen" zu finden bzw. ein anderes Element in Gold umzuwandeln.
Bernhard präsentierte sich als Förderer der Künste, Stuckateure und Bildhauer zogen nach Meiningen.
Die Innenausgestaltung der Elisabethenburg mit ihren Festsälen und ihre 100 Meter langen Zimmerfluchten sollten zur Repräsentation dienen. In diesem heute nicht mehr existierenden Festsaal wollte Bernhard - wie in den Gemächern des französischen Königs Ludwig XIV. – riesige und kostbare Wandteppiche anbringen lassen. Als Thema suchte er sich, ähnlich wie Ludwig XIV., sieben Szenen aus dem Leben von Alexander dem Großen aus. Einer dieser drei realisierten Teppiche konnte für die Meininger Museen wiedererworben werden.

Bernhard I. war in erster Ehe (1671) mit Maria Hedwig (1647-1680), Tochter des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt verheiratet.
1681 schloss er die zweite Ehe mit Elisabeth Eleonore (1658–1729), Tochter des Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel.

Herzog Bernhard I. von Sachsen-Meiningen starb am 27. April 1706 in Meiningen.
Zwar hatte er testamentarisch die Unteilbarkeit des Landes verfügt, doch eine Primogenitur (nur der Erstgeborene tritt das Erbe an) gab es nicht. So regierte sein Sohn aus erster Ehe, Ernst Ludwig I., von 1706-1724, dann die Enkel Ernst Ludwig II. bis 1729 und Karl Friedrich bis 1743. Da nach wie vor eine Primogeniturordnung fehlte, mussten schließlich die letzten beiden Söhne, Friedrich Wilhelm aus erster Ehe und Anton Ulrich aus zweiter Ehe, gemeinsam regieren bis zum Tod des ersteren 1746. Erst dann kam der Jüngste, Anton Ulrich, als alleiniger Regent an die Macht.


  Bedeutung

Als Stifter der Linie Sachsen-Meiningen baute Bernhard der I. mit Schloss Elisabethenburg (Fertigstellung 1692) eine repräsentative Residenz in Meiningen auf.

1690 wurde die Hofkapelle das erste Mal urkundlich erwähnt. Als ersten Kapellmeister berief Bernhard den bekannten Komponisten und Sänger Georg Caspar Schürmann aus Braunschweig.
Er legte auch den Grundstock zur Herzoglichen Bibliothek, die später mit Handschriften und Drucken aus dem 14.-17. Jh. zu den wertvollsten in Thüringen gehören sollte.



 
Quellen:

Internet
 

 AutorIn Frau Pabst
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