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Beilgussform der Urnenfelderkultur vom Haimberg (Realzeugniss)
 1.250  v.Chr.bis 800  v.Chr.
 Beschreibung

Vom Haimberg stammen die zwei Teile einer sehr gut erhaltenen, bronzenen Gussform für so genannte Lappenbeile.

Jeder Teil zeigt als Negativ die Umrisse des gewünschten Beils. Beide Teile lassen sich passgenau zusammenfügen. Im geschlossenen Zustand entstand somit ein Hohlraum zwischen den Teilen. In diesen wurde flüssige Bronze gegossen. Nach einer Abkühlungsphase konnte der Form ein Beilrohling entnommen werden. In dem nächsten Schritt wurden die überstehenden Teile, die „Gusszapfen“ und „Gussnähte“, entfernt und das Beil durch Hämmern in seine endgültige Form gebracht. Noch heute können mit der Form in gleicher Weise solche Beile hergestellt werden.
 Bedeutung

Die Gussform war vermutlich Bestandteil einer Bronzewerkstätte und stellt einen Hinweis auf eine lokale Bronzeverarbeitung in der befestigten Zentralsiedlung am Haimberg dar.

 
Lesen

Vonderau, Joseph, 3. Veröffentlichung des Fuldaer Geschichtsvereins, 1901 und 20. 1929
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Quellen:

Fulda in seiner Geschichte. Landschaft Reichsabtei Stadt, hrg. Von Heinemeyer, Walter und Jäger, Berthold, Marburg 1995
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Die Vorgeschichte Hessens, hrsg. von Fritz-Rudolf Herrmann und Albrecht Jockenhöfel, Stuttgart 1990
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 AutorIn Birgit Schmalz
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Orte (www.rhoen.de)
Haimbach
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