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Befestigte Siedlung der Jungsteinzeit von Sondheim im Grabfeld (Historische Stätte)
  5.300  v.Chr.bis 5.200  v.Chr.
 
  Beschreibung

In den Jahren 2002 und 2003 fanden im Vorfeld des Baus der A 71 von Schweinfurt nach Erfurt im Bereich einer bekannten linearbandkeramischen Siedlungsstelle Ausgrabungen statt. Ein Teil der Siedlung konnte innerhalb der künftigen Autobahntrasse freigelegt und dokumentiert werden. Die Siedlung war mehrphasig, bestand also längere Zeit. Die Siedlungsbefunde bestanden aus Hausgrundrissen und Gruben verschiedener Art. Darunter befanden sich mehr als 30 der so genannten „Schlitzgruben“. Es handelt sich dabei um sehr schmale, lange Gruben, deren Sinn und Zweck bis heute nicht geklärt ist. Der größte Teil der geborgenen, datierbaren Keramikscherben gehört in den Zeitraum von 5300 – 5200 v. Ch. Die detaillierte wissenschaftliche Auswertung der Befunde steht noch aus.
  Bedeutung

Die Siedlung war zumindest zeitweise von einem Grabensystem umgeben. Es bestand aus mehreren, unterschiedlich ausgeformten Grabenabschnitten und bildete in etwa ein Oval. In Nordbayern ist das erst die zweite bekannte Siedlung dieser Zeitstellung, die nachgewiesenermaßen befestigt war.

 
Quellen:

Watzlawik, Sabine, Zur großflächigen Untersuchung einer linearbandkeramischen Siedlung mit Grabenwerk bei Sondheim im Grabfeld, in: Vorzeitung - Archäologische Mitteilungen aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld Nr. 19, 2002/03, S.7 - 13
 

 AutorIn Birgit Schmalz
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Orte (www.rhoen.de)
Sondheim i.Gr.
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