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Burgruine Wartenberg/Wartenbach bei Bad Salzschlirf (Historische Stätte) |
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um 1220
bis
1265
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Beschreibung
Als Feind des Klosters Fulda vernichtet
Die Burgruine Wartenberg, im Volksmund auch Wartenbach genannt, thront auf einem vorgeschobenen Bergsporn des Birkich zwischen Angersbach und Bad Salzschlirf. Der auf drei Seiten von der Lauter umflossene Burghügel bot im Mittelalter sowohl einen natürlichen Schutz als auch einen strategisch günstigen Beobachtungspunkt über das weite Flusstal. Die Burg der Ritter von Wartenberg, die vermutlich um 1220 mit Buntsandstein des Birkich errichtet wurde, hatte jedoch nicht lange Bestand. Im Zusammenhang mit der Fuldaer Stiftsfehde von 1265 ließ Abt Bertho II. von Leibolz Wartenberg zerstören. Wie große Teile des Rhöner Adels lagen die Burgherren im Streit mit den Fuldaer Äbten um Besitzforderungen des Klosters. Nach Meinung der Ritterschaft waren die Urkunden, auf die die sich die Ansprüche Fuldas stützen, gefälscht. Abt Bertho II. und seine Nachfolger brandmarkten die sich widersetzenden Adligen als Raubritter und ließen zahlreiche Burgen vernichten.
Im 19. Jahrhundert wieder ausgegraben
Das architektonisch interessante Zeugnis aus der Stauferzeit verfiel über die Jahrhunderte hinweg und wurde von den Bewohnern der nahe gelegenen Dörfer als Steinbruch genutzt. Erst im 19. Jahrhundert erwachte das Interesse an der „Wartenbach“ wieder. 1828 begann die Gemeinde Angersbach mit Ausgrabungen. Noch Mitte der 1830er waren jedoch, wie aus dem Buch „Hessische Ritterburgen und ihre Besitzer“ hervorgeht, nur wenige Mauerreste zu sehen, aus denen sich die Lage der Gebäude und des Burgtors erahnen ließ. Weitere Ausgrabungen folgten 1850 und in den 1930er Jahren unter Leitung des Heimatforschers Karl Maurer. Teile der Ruine, darunter auch der 7 m hohe quadratische Bergfried neben dem Tor zur Oberburg, wurden wieder aufgebaut. Rote Linien am Mauerwerk markieren die freigelegten und die aufgestockten Teile.
Durch die „Fördergemeinschaft“ erhalten
Mitte der 1970er wurde die „Fördergemeinschaft zur Rettung der Burgruine Wartenberg“ gegründet, die nach einer Rekonstruktion Karl Maurers weitere Grabungen durchführte. Die Arbeit des Vereins förderte Funde aus der Hallstattzeit und dem Mittelalter zu Tage, darunter auch das sogenannte Wartenberg-Männchen, eine Tonfigur, die als Spielzeug diente. In Kellerräumen fanden sich Hinweise auf eine Besiedlung seit 400 v. Christi, unter anderem auch auf Bauernweiler aus der Karolingerzeit. Zu sehen sind heute die Außenmauern der Oberburg und Grundmauern der ehemals prunkvollen Gebäude. Auch Teile der Vor- und Hinterburg, die die oval geformte Oberburg umgaben, sind noch erhalten. Wer vom Bergfried aus die Aussicht über das Lautertal genießt, wird vielleicht Joseph Schneiders 1928 verfasste Zeilen über die Burg, „die herrlich noch immer, stolz zu den eilenden Wolken entsteigt“ nachempfinden können.
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Internet
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 | http://www.burgenreich.de/burgruine%20wartenberg%20info.htm | | | |
 | http://www.gemeinde-wartenberg.de/freizeit/burgruine.html. | | | |
 | Archiv des Rhönklubs. | | | |
| | | AutorIn Anne Krenzer |
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| Burgruine Wartenberg |
| Quelle: Fotografie eines Unbekannten unter http://www.vogelsberg-touristik.de/UEber_dem_Lautertal.198.0.html?&L=0. |
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