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Evangelische Kirche Kieselbach (Historische Stätte)
 
 
  Beschreibung

Erhöht über dem Dorfe thront die ehemalige Wehrkirche, auf deren Wetterfahne die Jahreszahl 1622 steht.
Der älteste Teil der Kirche ist der Turm, er stammt aus der Zeit des spätgotischen Stils. Der obere Stock ist aus Fachwerk errichtet, mit den für das 16.Jh. typischen doppelten schrägen Wandstreben (Andreaskreuze). Sein Grundriss ist quadratisch. Die drei Fenster sind mit spätgotischen Vorhangbogen überwölbt, einer mit der Jahreszahl 1587.

Die ältesten Kunstformen im Inneren der Kirche deuten auf die 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts hin.
Unter dem Turm befindet sich der Altarraum, bedeckt mit einem schönen Sterngewölbe, das ungewöhnlich tief an den Fußboden herabreicht, vielleicht ein Hinweis darauf, dass der Altarraum früher einmal tiefer lag. Die Rippen des Gewölbes sind mit mehreren stilisierten Männerköpfen versehen, die roh in den Stein gehauen sind, ähnlich wie in den benachbarten Kirchen Tiefenort und Stadtlengsfeld. Dies deutet auf denselben Baumeister dieser drei Kirchen hin.
An Inventar befinden sich im Altarraum der Steinaltar aus der Bauzeit des Turmes und an der Nordwand die gut erhaltene und interessant verzierte rundbogige Sakramentsnische, noch aus vorreformatorischer Zeit.
Der relativ kleine Hauptraum der Kirche erhielt sein heutiges Aussehen im Jahre 1692. Auch die Emporen und die Kanzel stammen aus dieser Zeit sowie der kelchförmige runde Taufstein. Die Emporen sind zweigeschossig und ruhen auf Rundsäulen. In die Brüstungsfelder sind Bibelsprüche und Apostelköpfe eingemalt.
Der von den Emporen eingeschlossene Mittelraum ist von einem Tonnengewölbe überdacht, das 1901 nach dem Vorbild des alten erneuert wurde.
Schmuckstück der Kirche ist die hölzerne Kanzel, die auf einer schraubenförmig gedrehten Holzsäule steht. Auch hier sind in den Brüstungsfeldern Gemälde zu sehen.
Auf dem achteckigen hölzernen Schalldeckel der Kanzel steht ein aus Holz geschnitzter und vergoldeter Johannes der Täufer mit dem Kreuzstab.
Die Orgel stammt aus der heutigen Zeit und wurde im Jahr 1985 von der Firma Böhm aus Gotha eingebaut.

Unter Denkmalschutz steht der Platz um die Dorflinde unterhalb der Kirche. Die mit Sandsteinquadern ummauerte alte Linde musste durch eine neue ersetzt werden. Dieser Platz ist eines der "landschaftlich fesselndsten Beispiele der Dorflinden dieser Gegend" (Lehfeld/Voss).

 
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Günter Kaiser
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Quellen:

Internet
 

 AutorIn Frau Pabst
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Orte (www.rhoen.de)
Kieselbach
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