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Evangelische Kirche in Helmershausen (Historische Stätte)
 
 
  Beschreibung

Zur Baugeschichte
Ob eine erste Kirche bereits während der Ersterwähnung von Helmershausen 856 besteht, kann nicht geklärt werden. Doch darf man sich den mittelalterlichen Vorgängerbau in Art einer kleinen Wehrkirche (Kapelle) mit umgebendem Schutzwall vorstellen.
1559 entsteht an der Stelle des Kapellenvorgängers ein neuer Kirchenbau, der in Resten in dem barocken Nachfolger erhalten ist. 1736-52 wird die Kirche erweitert und umgestaltet, 1777 der Turm.

Der Außenbau
Das Äußere der Chorturmkirche mit ihrem breit gelagerten Schiff sowie Sakristeianbauten an den Turmseiten wird an der Südseite durch ein reiches Schmuckportal mit Säulen gekennzeichnet. Daneben finden sich zahlreiche in das Mauerwerk integrierte Adelsgrabsteine, darunter einer für den 1607 verstorbenen Amtmann von Meiningen und Maßfeld, Veit von Heldritt.

Das Kircheninnere
Dreigeschossige, auf drei Seiten umlaufende Emporen, zahlreiche Patronatsstände sowie eine Orgelempore im Westen bestimmen das Kirchenschiff, das von einer Holztonne überwölbt wird. Neutestamentliche Szenen, Apostel und Propheten in Halbfigur sowie musizierende Engel schmücken die Emporenbrüstungen. Die Holztonne zeigt neben der Auferstehung Christi und der Dreifaltigkeit die Himmelfahrt Christi in einen Wolkenhimmel. Die Ausmalungen schuf 1751-53 Johann Jacob Gehres aus Meiningen.
Daneben finden sich ein schöner Taufstein von 1657 und ein 1752 geschaffenes Lesepult. Der Kanzelaltar mit Moses und Johannes dem Täufer, im Giebelfeld Christus, Luther und Melanchthon wird 1751 errichtet, etwas eher die beiden Portraitepitaphien (1711-12) für Marie Magdalene und Juliane Maria von Wildungen. 1786 fertigt Johann Michael Voit aus Schweinfurt die Orgel.
  Bedeutung

Auch als „Dom der Rhön“ bezeichnet, überrascht die Dorfkirche von Helmershausen durch ihre ungewöhnliche Weiträumigkeit. Neben den zahlreichen Grabdenkmälern des 16./17. Jh. ist es die reiche Ausstattung der Kirchenerweiterung, die besonders hervorzuheben ist.


 
Lesen

Georg Piltz, Kunstführer durch die DDR, Leipzig-Jena-Berlin, 4. Auflage 1973.
 
Georg Dehio, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler Thüringen, München 1998.
 
 
Internet

http://www.hohe-geba.de
  (Allgemeines zu Helmershausen)

 AutorIn Schaelow-Weber
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Orte (www.rhoen.de)
Helmershausen
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