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Geröllartefakte der Altsteinzeit von Großenbach (Historische Stätte)
  1.000.000  v.Chr.bis 500.000  v.Chr.
 
  Beschreibung

Vorgeschichtliche Funde aus der frühen Altsteinzeit werden verhältnismäßig selten gemacht. Die Hinterlassenschaften des damals lebenden vorzeitlichen Menschentyps, des so genannten „Homo erectus“, sind unscheinbar. Zudem erfuhr die Landschaft seitdem durch klimatische Gegebenheiten und durch menschliche Betätigung vielfältige Veränderungen.
Die frühesten nachweisbaren Werkzeuge sind aus Geröllsteinen gefertigt. Durch Schlagen eines Geröllsteins auf einen anderen Stein oder durch Behauen mit einem weiteren Stein entstand an einer oder zwei Seiten eine zugespitzte Kante. Solche Geröllgeräte aus Quarz und Tertiätquarzit wurden auf einer Schotterhochterrasse im Norden von Großenbach gefunden. Da mehrere Geröllgeräte und die bei der Bearbeitung entstehenden Abfälle („Abschläge“) an einem Ort gefunden wurden, kann man annehmen, dass sie dort gefertigt wurden.
Die Bearbeitungstechnik, der Erhaltungszustand der Geräte - sie weisen die gleichen Verwitterungsspuren wie der umgebende Schotter auf - die Gesteinsarten des Schotters und der Fundort auf der höchstgelegenen Terrassenebene über der Haune erlauben eine Datierung der Funde auf mindestens ½ Million Jahre. Sie können sogar bis zu 1 Million Jahre alt sein.
  Bedeutung

Die Funde von Großenbach sind nicht nur die mit Abstand ältesten im Bereich der Rhön beziehungsweise der Rhönvorlande, sondern gehören zu den ältesten in ganz Europa.

 
Lesen

Festschrift
  L. Fiedler/H. Leister, Altpaläolithische Geröllgeräte aus Großenbach, 1200-Jahr-Feier Hünfeld, 1982, 91ff
 
Quellen:

Die Vorgeschichte Hessens, hrsg. von Fritz-Rudolf Herrmann und Albrecht Jockenhöfel, Stuttgart 1990
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 AutorIn Birgit Schmalz
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