 |
Gräberfeld der Hallstattzeit von Bastheim (Historische Stätte) |
| |
800
v.Chr.bis
450
v.Chr. |
| | |
| |
Beschreibung
Wie häufig bei Hügelgräberfeldern der Hallstattzeit war das ursprünglich 12 bis 15 Hügel umfassende Gräberfeld bei Bastheim schon früh Zerstörungen durch Raubgräber und Rodungsarbeiten ausgesetzt.
Ein eisernes Schwert, das 1950 bei Maßnahmen im Rahmen der Flurbereinigung zum Vorschein kam, wurde zum Anlass für Grabungen, die durch das bayerischen Landesdenkmalamt unter der Leitung von Professor Dr. Christian Peschek durchgeführt wurden.
Drei Hügel wurden näher untersucht und Funde aus einem früher zerstörten Grab gesichert. Nach neuen Funden fanden 1969 und 1977 weitere Grabungen statt.
Das Gräberfeld war in der älteren Hallstattzeit angelegt worden. Die Hügel hatten Steinkränze und bestanden zum großen Teil aus angehäuften Steinen. Sie enthielten neben Brandbestattungen der älteren zum Teil auch Körper-Nachbestattungen der jüngeren Hallstattzeit.
Die Gräber waren keramikreich. Das erste ausgegrabene Grab enthielt über 40 Gefäße! Eine Sonderstellung nimmt die im gleichen Grab gefundene, mit Bronzenägeln verzierte Tasse ein.
Die Aufstellung der Graburnen und der Beigaben folgte dem Muster, das zuerst bei den Urspringer Gräbern erkannt worden war – die Urne im Nordosten der Grabkammer, die Großgefäße an der Westwand, davor Schüsseln, Schalen und die Fleischbeigabe.
|
| |
Bedeutung
Auffallend an dem Gräberfeld ist der Fund von vier Schwertern. Die leinenumwickelte Holzscheide eines der Schwerter war durch Rost so gut konserviert, dass eine Rekonstruktion vorgenommen werden konnte.
|
| |
Lesen
 |
Kossack, Georg, Gräberfelder der Hallstattzeit an Main und Fränkischer Saale, Kallmünz 1970, S. 13 - 28 |
| |
x |
|
| | Quellen:
 | Vorzeit. Spuren in Rhön-Grabfeld, hrsg. vom Verein für Heimatgeschichte e. V. Königshofen, Bad Königshofen 1998 | | | x |
| | | AutorIn Birgit Schmalz |
| |
 |
|

|
|