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Gräberfeld der Hallstattzeit von Saal (Historische Stätte) |
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800
v.Chr.bis
450
v.Chr. |
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Beschreibung
Auf dem Centberg bei Saal wurde bis zum Zweiten Weltkrieg Sand gegraben. Bei dieser Tätigkeit kamen auch Grabfunde ans Tageslicht. Mitunter wurden noch sichtbare Hügel ausgegraben. Von den dabei gemachten Funden ist jedoch nichts weiter bekannt. Um 1950 verschwanden die auf Ackerland liegenden Hügel durch Flurbereinigungsmaßnahmen.
Erste archäologische Untersuchungen fanden auf dem Gelände erst 1968 statt, nachdem ein Grab durch einen Pflug beschädigt worden war. Es wurden mehrere Brandgräber der älteren Hallstattzeit entdeckt. In eines der Gräber war in der späten Hallstattzeit zusätzlich die Körperbestattung einer Frau eingebracht worden. Das Grab war reich ausgestattet. Die Frau trug einen „tordierten“ Halsring, eine Fibel und zwei Armringsätze mit je acht Armringen. Gefunden wurden zudem die Bronzeblechbeschläge von einem Gürtel und kleine, gebogene Blechstückchen, die wohl zu zwei Ohrringen gehörten. Ein Tongefäß und ein Messer aus Eisen zeugen von Speis und Trank, die der Toten für ihre Reise ins Jenseits mitgegeben worden waren.
Zehn weitere Gräber wurden in den Jahren 1974 – 1979 kurz vor ihrer endgültigen Zerstörung untersucht. Nur in einem Grab wurde ein Bronzefund gemacht, eine Schwanenhalsnadel, die unzerstört auf die Urne gelegt worden war. Zwei Gräber, bislang ist dies von keinem weiteren Gräberfeld bekannt, enthielten eine Vogeltrennwandschale.
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Bedeutung
Ein interessanter und merkwürdiger Fund kam in Grab Nr. 3 zu Tage. Die Steinpackung von 3,8 x 2,5 m ließ eine große Bestattung vermuten. Die Ausgräber fanden in der Grabkammer jedoch nur Knochen von Rind, Pferd und Wild. Möglicherweise hatte hier ein Totenmahl für einen in der Fremde verstorbenen Sippenangehörigen stattgefunden.
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Lesen
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Vorzeit. Spuren |
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| | AutorIn Birgit Schmalz |
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