 |
Grabhügel der Bronzezeit zwischen Mansbach und Pferdsdorf (Historische Stätte) |
| |
1.600
v.Chr.bis
1.250
v.Chr. |
| | |
| |
Beschreibung
Zwischen Mansbach und Pferdsdorf erstreckt sich ein Hügelgräberfeld, durch das die heutige Thüringisch/Hessische Grenze verläuft. Die Grabhügel sind teilweise zerstört oder nur stark verflacht erhalten.
Drei Hügel im hessischen Bereich wurden 1887 und 1975 gegraben. Sie waren beigabenlos. Zwei der sechs Hügel auf Thüringer Gebiet wurden 1960 gegraben. In einem Hügel fand sich ein Männergrab der frühen Hügelgräberzeit. Dem Mann waren in das Grab eine Feuersteinklinge und ein Spiralring aus Gold mitgegeben worden. In einem weiteren Grab des Hügels lag, wohl als bronzezeitliche Nachbestattung, eine etwa 23jährige Frau. Sie trug eine Armspirale, eine Radnadel und eine Kette mit drei Scheibenanhängern. Im Grab wurden die Reste von wenigstens einem weiteren Scheibenanhänger und zwei Zierscheiben gefunden. Das zentrale Grab dieses Hügels war ohne Befund.
|
| |
Bedeutung
Die Hügelgräber dieses Feldes dienten schon in einer fuldischen Grenzbeschreibung des Jahres 780 als Grenzmarkierung! Damals wusste man noch, dass es sich um Grabhügel („antiqua sepulchra“) handelte, obgleich diese Begräbnissitte schon mehrere hundert Jahre nicht mehr üblich war. Im Laufe des Mittelalters ging das Wissen darum dann verloren. Die Goldspirale des Männergrabes stellt einen Bezug zu dem Grab in Unterbimbach her, so wie das Frauengrab mit den Scheibenanhängern und den Zierscheiben nach Traisbach.
|
| |
Lesen
 |
Feustel, Rudolf, Zur bronzezeitlichen Hügelgräberkultur in Südthüringen, Alt Thüringen 27, Weimar 1993 |
| |
x |
|
| | Quellen:
 | Die Vorgeschichte Hessens, hrsg. von Fritz-Rudolf Herrmann und Albrecht Jockenhöfel, Stuttgart 1990 | | | x |
 | Ebner Kathrin, Die mittlere Bronzezeit in Thüringen, Diss 2001 | | | x |
| | | AutorIn Birgit Schmalz |
| |
 |
|

|
|