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Kunstruine Frankenstein bei Bad Salzungen (Historische Stätte)
  12. Jh. bis 13. Jh.
 
  Beschreibung

Die Henneberger in Salzungen

Burg Frankenstein, die einst östlich von Bad Salzungen thronte, war der Sitz des Adelsgeschlechts der Frankensteiner. Wann die Burg entstand, ist ungeklärt. Den Namen „Frankensteiner“ führte das Adelsgeschlecht seit 1137. Ihre Dynastie, die vermutlich auf Poppo II. zurückgeht, bildet eine Nebenlinie der Grafen von Henneberg. Die Herren von Frankenstein standen als Lehnsleute im Dienst des Klosters Hersfeld. Als Vögte waren sie für Verwaltung und Rechtsprechung im Gebiet Salzungens zuständig. Die als raue Gesellen bekannten Adligen lehnten sich auf dem Höhepunkt ihrer Macht im 13. Jahrhundert gegen das Kloster Fulda auf.

Untergang eines streitbaren Geschlechts

Doch der Einfluss des Hochstifts war stärker: Abt Bertho II. ließ 1265 die Burg der Frankensteiner zerstören, 1311 mussten sie Salzungen und Dermbach an Fulda abtreten. Uneinigkeit innerhalb der streitbaren Familie führten schließlich zum Niedergang ihres Geschlechts – im Jahr 1330 fielen weitere Besitzungen der Frankensteiner in die Hände der Henneberger. Ab 1347, nachdem das Gebiet um Salzungen endgültig an Fulda übergegangen war, sind die Frankensteiner nicht mehr nachweisbar.

Eine künstliche Ruine zur Erinnerung

Von der Burg Frankenstein blieben nur Reste der Wallanlage erhalten. 1888 wurde an ihrer Stelle die Kunstruine Frankenstein mit einem Aussichtsturm errichtet. Noch zu DDR-Zeiten hatte ein Frankensteinverein existiert, der aber vor der Wiedervereinigung in Vergessenheit geriet. Heute wird die Burg vom Geschichtsverein „Frankensteingemeinde“ unterhalten. Seit sie saniert und in der Ruine eine Klause eröffnet wurde, ist sie zum beliebten Ausflugsziel geworden.
 
Internet

Frankenstein und die Frankensteingemeinde
 
Öffnungszeiten
 

 
Quellen:

Konrad Freydank: Thüringen neu entdecken. Natur- Kultur – Geschichte. Fulda 2002.
 
Nordwestlicher Thüringer Wald. Von der Wartburg bis ins Henneberger Land. Aalen 1990.
 
Südthüringer Zeitung vom 20.8.02 und 28.3.02
 
Text von Renate Remde nach Günther Wölfing: Kleine Henneberger Landeskunde.
 

 AutorIn Anne Krenzer
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Ansehen
Kunstruine Frankenstein
Quelle: Fotografie eines Unbekannten auf holland-moritz.privat.t-online.de/franken.htm.
Orte (www.rhoen.de)
Bad Salzungen und Umfeld
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