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Rastplatz der späten Altsteinzeit bei Rothenkirchen (Historische Stätte)
  12.000  v.Chr.  v.Chr.
 
  Beschreibung

Bei Rothenkirchen, im nördlichen Rhönvorland, befand sich am Ende der letzten Eiszeit, vor ungefähr 12 000 Jahren, ein Rastplatz von Menschen. An dem Platz wurden verschiedene fertige und in Bearbeitung befindliche Werkzeuge gefunden.
Die Bearbeitungstechnik war in der späten Steinzeit weit fortgeschritten Ein geeigneter Steinbrocken aus spaltbarem Material, hier vorwiegend schwarzer Kieselschiefer (Lydit), wurde gezielt in Einzelteile zerlegt und diese dann solange überarbeitet, bis die gewünschte Form und Größe erreicht war.
Das Fundspektrum des Rastplatzes umfasst hauptsächlich „Federmesser“, „Rückenmesser“, Stichel und Kratzer. „Federmesser“ wurden vermutlich als Pfeilspitzen verwendet. Sie sind charakteristisch für die späte Altsteinzeit und dienen zur Unterscheidung der verschiedenen Kulturgruppen. Die Funde von Rothenkirchen zeigen Verwandtschaft mit den Werkzeugen der so genannten „Rissener“ Federmesser-Gruppe. Rissen ist ein Stadtteil von Hamburg.
  Bedeutung

Die Schöpfer der Werkzeuge von Rothenkirchen gehörten schon dem modernen Menschentyp „Homo sapiens sapiens“ an, zählen also zu unseren unmittelbaren Vorfahren.

 
Lesen

Die Vorgeschichte Hessens, hrsg. von Fritz-Rudolf Herrmann und Albrecht Jockenhöfel, Stuttgart 1990
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 AutorIn Birgit Schmalz
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