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Ruine Aura (Historische Stätte) |
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1618
bis
Gegenwart
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Beschreibung
Klostergründung mit strategischem Hintergrund
Die Ruine Aura liegt auf einem Höhenzug oberhalb des gleichnamigen Dorfes am Ufer der Saale. Das Kirchengebäude war um 1620 als Neubau der Benediktiner-Abtei Aura errichtet worden, wurde aber nie vollendet. Bereits Anfang des 12. Jahrhunderts hatte Bischof Otto von Bamberg an Stelle einer älteren Burg des Herzogs von Schwaben ein Kloster errichten lassen. Der Bischof verfolgte damit vermutlich nicht nur geistliche, sondern auch strategische Zwecke. Der Bamberger Besitz sollte gegen die im Westen angrenzende Abtei Fulda und das südlich gelegene Bistum Würzburg gesichert und möglicherweise ausgeweitet werden. Der erste Abt war der Benediktiner Ekkehard von Aura, ein bedeutender und weit gereister Geschichtsschreiber, der als Verfasser eines „Chronicon“ und einer Reisebeschreibung durch das Heilige Land bekannt wurde.
Zerstörung im Bauernkrieg
Seine Blütezeit erlebte das Benediktiner-Kloster im 15. Jahrhundert, in den Urkunden sind für diese Zeit weit reichende Besitzungen und viele Mönche verzeichnet. Der Bedeutungsverlust kam mit der Reformation. Im Bauernkrieg 1525 kam es zu Plünderungen durch den „Auraer Haufen“, einen Zusammenschluss von Aufständischen aus Kissingen und Umgebung. Die Mönche kehrten anschließend in das zerstörte Kloster zurück, doch der Aufbau der Abtei scheiterte an wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Der 1559 eingesetzte Abt Leonhard beklagte, dass das Kloster verschuldet und kaum noch Güter zum Verkauf vorhanden seien. Nach seiner Absetzung hatte das Kloster immer weniger Zulauf und wurde 1564 aufgelöst.
Neuanfang von kurzer Dauer
Fürstbischof Gottfried von Aschhausen unternahm 1618-1622 den Versuch, das Kloster neu aufzubauen. An einem etwas vom ursprünglichen Standort entfernten Platz sollte eine geräumige einschiffige Kirche entstehen. Der Tod des Fürstbischofs, der Ausbruch der Dreißigjährigen Krieges und nicht zuletzt der Mangel an Geld verhinderten die Fertigstellung des Baus. Die unvollendete Klosterkirche mit mächtigen Pfeilern und kapellenartigen Nischen ist eine der ältesten Bauruinen Deutschlands. Neben dem mächtigen Bauwerk wurde 1958 das Cafe-Restaurant "Ruine Aura" eröffnet. Wegen der idyllischen Lage ist die von Obstbäumen umschattete Ruine schon seit dem 19. Jahrhundtert ein beliebtes Ausflugsziel, wo sich unter anderem Otto von Bismarck und Bundespräsident Theodor Heuß aufhielten.
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Internet
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 | Gottfried Mälzer: Die Rhön. Alte Bilder und alte Berichte. Würzburg 1984. | | | |
 | HB-Kunstführer. Fulda und die Rhön. Hamburg 1994. | | | |
 | www.rhoenline.de; Autor: Erich Schnepf. | | | |
 | http://www.aura-saale.de | | | |
| | | AutorIn Anne Krenzer |
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| Aura an der Saale |
| Quelle: Ausschnitt aus einer Bleistiftzeichnung von Adolph von Menzel. 1888. |
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