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Ruine Hillenberg bei Hausen (Historische Stätte)
  nach 824 bis 16. Jh.
 
  Beschreibung

Vom Geschlecht der Hildenberger erbaut
Die Ruine bei Hausen, an deren Stelle bis heute der Weiler Hillenberg liegt, ist unter den Namen Hildenberg, Hiltenberg, Hillenberg oder auch Hildenburg bekannt. Um die Burg ranken sich viele Geschichten, historisch gesicherte Daten sind dagegen schwerer zu finden. Sicher ist, dass sie von den Herren von Hildenberg errichtet wurde, die in den Fuldaer Überlieferungen 824 erstmals erwähnt werden und im 12. Jahrhundert zu einem mächtigen Adelsgeschlecht in der Region aufgestiegen waren. Der Gründungszeitpunkt ist allerdings nicht sicher. Die Burg auf dem knapp 680 m hohen Hillenberg umschloss die Gehöfte des gleichnamigen Weilers. Eine Erzählung besagt, dass der Name der Burg auf eine edle Frau namens Hiltiburg zurückgehe, die 824 Güter an den Fuldaer Abt Rabanus Maurus geschenkt haben soll.

Besitzerwechsel im 13. Jahrhundert
Im 13 Jahrhundert überschnitten sich in der Rhön die Besitzungen und Interessen des Klosters Fulda, des Bistums Würzburg und der Grafen von Henneberg. 1228 fiel die Burg zunächst an eine Nebenlinie der Hennberger: Graf Otto II. von Botenlauben, der Sohn des gleichnamigen Minnesängers, heiratete Adelheid, die letzte Erbin des Albrecht von Hildenburg, der als Kreuzritter 1192 im Heiligen Land gestorben war. Da Otto kurze Zeit später in den Deutschen Orden eintrat, Adelheid ins Dominikanerinnenkloster in Würzburg ging und auch ihr Sohn für das geistliche Leben bestimmt wurde, fiel Burg Hildenberg wie auch die anderen Güter der Familie 1230 an Würzburg. Bischof Hermann von Lobdeburg baute von dort aus das Territorium des Hochstifts Würzburg aus.

Wenige Überreste und viele Erzählungen
Mitte des 15. Jahrhunderts kam die Hildenburg nochmals für kurze Zeit in Besitz der Henneberger, im 16. Jahrhundert war sie Sitz des Amtskellers von Fladungen. Vermutlich wurde sie im Bauernkrieg 1525 zerstört und verfiel danach, zumal der Amtssitz nach Fladungen verlegt wurde. Die Sage erzählt, aufrüherische Bauern aus Bastheim hätten die Burg angegriffen, weil sie dort Martin Luther vermuteten. Bis auf Reste der fast quadratischen Außenmauern, des Burgrabens und des Bergfrieds ist von Burg Hillenberg nicht mehr viel zu sehen. Die Sagen um die Burg dagegen sind zahlreich und berichten von einer weißen Jungfrau und einem Feuermann, über einen Schatz im Kellerbis hin zu Gespensterzügen.
 
Internet

Sagen und Geschichten zur Hildenburg
 

 
Quellen:

Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Bd. VII. Bayern. Hrsg. V. Karl Bosl. Stuttgart 1981.
 
Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Bayern 1. Franken. München 1979.
 
http://www.burgeninventar.de/
 

 AutorIn Anne Krenzer
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Orte (www.rhoen.de)
Hausen/Rhön
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