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Schloss Fasanerie/Adolphseck bei Eichenzell (Historische Stätte)
  1710 bis Gegenwart
 
  Beschreibung

Landschloss der Fuldaer Fürstäbte

Eine prächtige Allee von 2 km Länge führt von Bronnzell her bis zur Parkmauer von Schloss Fasanerie, auch Adolphseck genannt. Das Sommerschloss der Fürstäbte von Fulda wurde 1710 unter dem Abt Adalbert von Schleiffras als „wilde Phasanerie“ erbaut. Der Plan stammt vermutlich von Johann Dientzenhofer. Unter Abt Adolph von Dalberg entstand 1730 der Adolphshof, das sogenannte Alte Schloss. Das heutige Lustschloss Fasanerie und die große Parkmauer ließ Adolphs Nachfolger Amand von Buseck 1740-1750 durch Hofbaumeister Andreas Gallasini errichten.

Viele Besitzer, verschiedene Namen

Bis zur Säkularisierung 1803 blieb Schloss Fasanerie die Sommerresidenz des Fürstbistums Fulda, dann kam es innerhalb weniger Jahre immer wieder zu Besitzwechseln. Fasanerie fiel an Prinz Wilhelm von Oranien, kurz darauf an einen Marschall Duroc, 1815 an Preußen und ein Jahr später an die Kurfürsten von Hessen. 1812/13 nutzte die aus Russland zurückkehrende napoleonische Armee die Gebäude als Lazarett. Kurfürst Wilhelm II. von Hessen ließ das stark mitgenommenen Räumlichkeiten ab 1825 klassizistisch umbauen. Unter Herrschaft der Kurfürsten, die bereits in Hanau eine Fasanerie besaßen, entstand auch der zweite Name „Adolphseck“ – eine Zusammensetzung, die an die früheren Besitzer „Adolph“ und „Buseck“ erinnerte.

Beeindruckende Gebäudekomplex und Parkanlage

Nach weiteren Besitzwechseln wurde das mittlerweile in die Familienstiftung der Landgrafen von Hessen überführte Schloss wieder zu „Fasanerie“. Nach der Beseitigung von Kriegsschäden wurde ein Museum eingerichtet, in dem neben den prachtvollen Räumen auch Gemälden, Mobiliar und Kostbarkeiten aller Art bewundert werden können.
Der schlichte, aber wirkungsvoll gruppierte Gebäudekomplex mit seinen drei Toranlagen und fünf Höfen liegt in einem ehemals barocken Park, den der Kasseler Hofgartendirektor ab 1825 Wilhelm Henze im englischen Stil umgestaltete. Das chinesische Teehaus, der Tierpark und der Obstgarten stammen noch aus dem 18. Jahrhundert.
 
Lesen

Erwin Sturm: Die Bau- und Kunstdenkmale des Fuldaer Landes. Bd. I. und II. Fulda 1962/71.
 
 
Internet

Gartenfest Schloss Fasanerie
 
Schloss Fasanerie online
 

 
Quellen:

Text von Renate Remde nach Heinrich Reimer: Historisches Ortslexikon für Kurhessen. Marburg.
 
Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Hessen. München/Berlin 1982.
 
Jürgen Reinhardt: Museum Schloß Fasanerie bei Eichenzell. Rhönwacht 2/98.
 

 AutorIn Anne Krenzer
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Ansehen
Schloss Fasanerie
Quelle: Fotografie von Erich Gutberlet.
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Schloss Fasanerie, Eichenzell
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