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Schloss Landsberg bei Meiningen (Historische Stätte) |
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1836
bis
Gegenwart
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Beschreibung
Schutzburg des Bistums Würzburg
Die Burg Landeswehre thronte einst auf einem bewaldeten Bergkegel über dem Werratal nördlich von Meiningen. Als Schutzburg des Bistums Würzburg sicherte sie zusammen mit der Habichtsburg die Fernstraße nach Frankfurt und den Werraübergang bei Walldorf. Ein Lehnsmann der Würzburger Fürstbischöfe, Wenzel Wolf von Landeswehre, wird 1129 erstmals urkundlich erwähnt. Bevor die Burg 1413 durch einen Blitzschlag abbrannte, waren Burgmannen und Lehnsträger verschiedener Adelsgeschlechter dort ansässig, unter anderem die Grafen von Henneberg. Im Bauernkrieg 1525 wurde Burg Landeswehre erneut zerstört, die Henneberger und später die Wettiner waren nun im Besitz einer Ruine. Ihre Steine wurden abgetragen und zum Bau des Schlosses Elisabethenburg in Meiningen verwendet, vom mächtigen Bergfried bliebt nach der Sprengung 1685 nur der umgestürzte Stumpf übrig.
Ein Schloss nach englischem Vorbild
Im Jahr 1836 erwarb Herzog Bernhard II. von Sachsen-Meiningen den Ruinenhügel, um dort ein neues Schloss errichten zu lassen. Von den Bauten der Windsors inspiriert, die er beim Besuch seiner in England lebenden Schwester, Königin Adelheid, kennen gelernt hatte, beauftragte der Herzog den Hofbaurat August Wilhelm Döbner mit dem Bau eines neugotischen Schlosses. Doebner schuf in Anlehnung an Karl Friedrich Schinkels Entwürfe preußischer Schlösser einen Bau mit zinnenbekränzten Häusern, einem Altan (balkonartiger Anbau) und spitzbehelmten Ecktürme – ein anschauliches Beispiel für Historismus und Burgenromantik im 19. Jahrhundert.
Wohnen und Speisen wie ein Burgherr
Seit den 70er Jahren beherbergt Schloss Landsberg ein Hotel und Restaurant für gehobene Ansprüche. Von der mittelalterlichen Burg sind noch der künstliche Graben, die Umrisse der Vorburg und die Reste des Bergfrieds geblieben. Der umgestürzte Wehrturm stand im Mittelalter vermutlich direkt neben dem Tor. Auch die Innengestaltung des historistischen Baus ist beeindruckend. Sehenswert sind der Rittersaal mit seinem kunstvollem Eichenschnitzwerk und die Wandgemälden, auf denen Ereignisse aus der Geschichte Thüringens dargestellt werden. Der Aussichtsturm, der über eine Spindeltreppe zu erreichen ist, bietet einen herrlichen Rundblick über Meiningen, die Thüringische Rhön und die Ausläufer des Rennsteigs.
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Lesen
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Thomas Bienert: Mittelalterliche Burgen in Thüringen. 430 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. Gudensberg-Gleichen 2000. |
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Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Thüringen. Berlin/München 1978. |
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Internet
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 | Schneiders Rhönführer. Offizieller Führer des Rhönklubs. 24. Auflage. Hrsg. vom Rhönklub e.V. Fulda 1997. | | | |
 | www.rhoenline.de. Autor: Erich Schnepf | | | |
 | Michael Pasdzior/Stefan Waldmann: Die Rhön. Hamburg 1998. | | | |
 | http://www.thuringia-online.de/session/meiningen/landsberg.html | | | |
 | Hans Müller: Thüringen. Landschaft, Kultur und Geschichte im „grünen Herzen“ Deutschlands. [=Dumont Kunst Reiseführer]. Köln 2000. | | | |
| | | AutorIn Anne Krenzer |
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| Schloss Landsberg |
| Quelle: Lithographie von A. Werl nach einer Zeichnung von H. Greiner. Um 1860. |
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