Kontakt Die Redaktion Das Projekt Artikel schreiben
Suchworte
Schloss Sternberg bei Sulzdorf (Historische Stätte)
  1669 bis Gegenwart
 
  Beschreibung

Ein Barockschloss für den Hofbeamten
Schloss Sternberg, im Volksmund auch die „Gralsburg des Grabfeld“ genannt, liegt am Anstieg des Büchelsbergs bei Sulzdorf. Die vierflügelige Barockanlage aus dem 17. Jahrhundert gehört zu den interessantesten Baudenkmalen des Landkreises Rhön-Grabfeld. Wolf Dietrich Truchseß von Wetzhausen ließ das Schloss 1667-69 für sich und seine Frau Eva Rosina Schönborn erbauen.
Das Gebiet war im 16. Jahrhundert in des Besitz Truchsess von Wetzhausen gekommen, der als Hofbeamter für die fürstliche Tafel und Hofhaltung zuständig war. Der vorherige Eigemtümer, das Hochstift Würzburg, hatte Sulzdorf wiederum 1354 vom Hochstift Eichstätt erworben und das Gebiet zunächst als Amtssitz genutzt, dann als Lehen weitergegeben.

Nach dem Jahresablauf konstruierte Schlossanlage
Nach zahlreichen Besitzwechseln des Gebiets entstand auf einer Anhöhe nahe des Büchelberges die frühbarocke Anlage mit ihren wuchtigen Ecktürmen. Der Plan stammte von Pater Matthias von Saarburg, der dem franziskanischen Reformorden der Kapuziner angehörte und schon vorher für das Haus Schönborn tätig war. Er konstruierte das Gebäude so, dass die einzelnen Bauteile den Lauf des Jahres symbolisieren. Die in die vier Himmelsrichtungen weisenden Türme stehen für Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Die zwölf Kamine stehen für die Monate, die 52 Türen für die Wochen und die angeblich 365 Fenster für die Tage des Jahres. Mit den stark vorspringenden Eckpavillions und den vier Flügeln weist Sternberg Parallelen zum Aschaffenburger Schloss auf.

Sitz der christlichen Brüdergemeinde
1695 wurde Sulzdorf an den Würzburger Fürstbischof Johann Gottfried von Guttenberg verkauft. Der Ort und das Schloss wurden Bestandteil des Rittergutes Sternberg und blieben bis 1806 im Besitz der Freiherren von Guttenberg. Dann der bisher unmittelbar dem Reich unterstehende Besitz durch das Großherzogtum Würzburg der Landeshoheit unterworfen und fiel schließlich 1814 an Bayern. Heute hat die "Christliche Brüdergemeinde" dort ihren Sitz – das Schloss kann nicht besichtigt werden. In unmittelbarer Nähe befindet sich die katholische Pfarrkirche "Heilig Kreuz", die 1673, also etwa zur selben Zeit wie Schloss Sternberg, entstand. Ihr Turm wurde den Ecktürmen des Schlosses baulich angeglichen.
 
Internet

Bilder von Schloss Sternberg
 

 
Quellen:

Archiv des Rhönklubs.
 
www.wikipedia.de
 
Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Thüringen. Berlin/München 1978.
 
http://www.hassberge-tourismus.de/
 

 AutorIn Anne Krenzer
  btn_white_zurueck
 

Orte (www.rhoen.de)
Sulzdorf a.d.L.
  Kommentar hinzufügen