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Schlossanlage und Herrenhaus Burghaun (Historische Stätte)
  16. Jh. bis Gegenwart
 
  Beschreibung

Sitz der Ritter von Haun

Der Schlosskomplex Burghaun mit Herrenhaus und Wirtschaftsgebäuden wurde vom Adelsgeschlecht von Haune als Alterssitz errichtet. Das 1210 erstmals erwähnte buchonische Rittergeschlecht hatte seinen Stammsitz auf einer mächtigen Burg in Burghaun, an deren Stelle im 18. Jahrhundert die katholische Kirche errichtet wurde. Das Herrenhaus im Renaissancestil entstand 1613-19, Teile der Wirtschaftsbauten stammen aus dem 16. Jahrhundert. Nach dem Aussterben des Adelsgeschlechts im 17. Jahrhundert fiel ihr gesamter Besitz an das Hochstift Fulda, das seit dem 9. Jahrhundert die Herrschaft über das Burghauner Gebiet inne hatte.

Mächtige Wirtschaftsbauten aus Fachwerk

Der Wirtschaftsbau ist ein zweiflügeliges Fachwerkgebäude mit massivem Untergeschoss. Wirtschaftsgebäude besteht aus zwei rechtwinklig zueinander stehenden Flügeln. Gotische Fragmente und die Jahreszahl 1566 im Untergeschoss lassen darauf schließen, dass das lang gestreckte Gebäude an der Straßenfront der älteste Teil der Schlossanlage ist. Die Fenster des dreigeschossigen Nebengebäudes stammen noch aus der Renaissancezeit, das Fachwerkobergeschoss wurde im 17. und 18. Jahrhundert erneuert. Oberhalb der Tordurchfahrt zeigt das Fachwerk gotische Spitzbögen und Andreaskreuze – eine für die Region einmalige Erscheinung. Über der Hofeinfahrt befand sich früher eine offene Holzgalerie.

Das Herrenhaus: Vom Adels- zum Verwaltungssitz

Das eigentliche Schloss oder Herrenhaus ist ein Rechteckbau aus solidem Fachwerk mit vorspringendem Treppenturm. Im Renaissanceportal zeigt das Wappen der Herren von Haun und die Jahreszahl 1613. Wenige Jahre später war das Geschlecht verschwunden und der Komplex kam 1627 in den Besitz der Fuldaer Fürstäbte. Burghaun, das unter den Herren von Haun evangelisch geworden war, wurde wieder katholisiert. Das Schloss bliebt bis zur Säkularisierung 1802 ein Fuldaer Amtssitz. Danach kam es bis ins 20. Jahrhundert hinein zu ständigen Macht- und Besitzerwechseln. Heute beherbergt das Herrenhaus Räume des Bürgermeisteramtes und der Försterei. Der Komplex ist nach Norden und Osten durch eine Mauer abgeschlossen und grenzt an einen Park.
 
Lesen

Erwin Sturm: Die Bau- und Kunstdenkmale des Fuldaer Landes. Bd. I. und II. Fulda 1962/71
 
 
Internet

Gemeinde Burghaun
 

 
Quellen:

Infotafel des Biosphärenreservats Rhön
 
Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Hessen. München/Berlin 1982.
 

 AutorIn Anne Krenzer
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Ansehen
Schloss Burghaun
Quelle: Fotografie von Erwin Sturm.
Orte (www.rhoen.de)
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Heimatmuseum Burghaun
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