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Wüstung Schmerbach bei Helmershausen (Historische Stätte)
 
 
  Beschreibung

Die Heldritt zu Helmershausen hatten 1562 Schmerbach als hennebergisches Lehen.
1631 plünderten kaiserliche Truppen das Dorf und zündeten es an. Nach 1636 war es zeitweilig unbewohnt.
Doch es zog wieder Leben ein. 1866 wurde eine Ziegelei errichtet und 1877 das Gut zusammen mit dem benachbarten Weimarschmieden an Hermann Miesegaes aus Southhampton verkauft. 1904 wechselte der Besitzer nochmals.
Als am 1. Juli 1945 die Russen in Thüringen einrückten, besetzten sie auch Schmerbach. Im Herbst erhielten die früheren Gutsarbeiter und Neusiedler im Rahmen der Bodenreform jeweils etwa 8 Hektar Land.
Wegen der unmittelbaren Lage an der deutsch-deutschen Grenze wurden 1974 die etwa acht hier stehenden Wohnhäuser samt Nebengebäuden und Stallungen abgerissen. Die Bewohner wurden gezwungen, von sich aus alles aufzugeben und ihr Heim zu verlassen.
Nur der Friedhof und das Transformatorenhäuschen ist alles, was noch von Schmerbach zeugt.
Heute erinnert ein Gedenkstein an das zerstörte Gut. Die Stätte ist eine Station des Friedensweges entlang des damaligen Todesstreifens an der innerdeutschen Grenze.

 
Quellen:

Gerhard Schätzlein
 Informationstafel am Friedensweg
STZ vom 27. September 2007
 

 AutorIn Renate Remde
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Orte (www.rhoen.de)
Helmershausen
Anlagen
Überbleibsel von Schmerbach
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