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Buchenau, Geschlecht derer von (Thema) |
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12.Jh.
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19.Jh.
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Beschreibung
Territorium zwischen Fulda und Hersfeld
Das Geschlecht derer von Buchenau entstammt vermutlich dem Uradel und gehörte zu den freien Vasallen der Abtei Fulda. In den Urkunden taucht der Name „von Buchenau“ erstmals Anfang des 13. Jahrhunderts auf. Damals wurde dem Berthold von Buchenau vom Hersfelder Abt das Holzförsteramt verliehen. Der Stammsitz des Adelsgeschlechtes im gleichnamigen Ort war an den Rändern der Gebiete der Klöster Fulda und Hersfeld strategisch günstig gelegen. Als sogenannte „Ganerbschaft“ wurde er ungeteilt weitervererbt, nach dem Aussterben der männlichen Nachkommen konnten auch weibliche Familienmitglieder erben. Als zu Fulda gehörend wird das Gebiet erstmals 1397 bezeichnet, als Eberhard von Buchenau seinen Besitz an die Abtei abgab und „daz Sloss und alles daz dazu gehört“ als Lehen zurück erhielt. Doch das Kloster Fulda, in dessen nördlichem Randgebiet Buchenau lag, war eher südlich nach Würzburg hin orientiert; das Kloster Hersfeld dagegen richtete sich eher nach Norden und Osten aus und beachtete das südlich gelegene Buchenau ebenfalls wenig.
Ausbau und Verteidigung der Macht
So konnten die Buchenauer relativ unbehelligt ihre Macht ausbauen und wurden zu einem mächtigen und reichen Adelsgeschlecht mit einem Besitz von bis zu 50 Ortschaften im Gebiet von Gerstungen im Nordosten bis Schlitz im Südwesten. Da diese Besitzungen zunächst erobert und dann verteidigt werden mussten, waren die Herren von Buchenau in zahlreiche Fehden, u.a. mit den Klöstern Fulda, Hersfeld und Rotenburg verwickelt und galten als eine der grausamsten und streibarsten Ritterfamilien der Rhön. Besonders Eberhard von Buchenau (um 1400) war ein gefürchterer Kämpfer. Allein von Ende des 14. bis Ende des 15. Jahrhunderts waren die Buchenauer an 26 Fehden beteiligt, ihre von Wassergraben und Sümpfen umgebene Wehrburg wurde jedoch nie eingenommen. Spätestens seit Anfang des 15. Jahrhunderts waren mehrere Familienmitglieder als Raubritter an Überfällen beteiligt. Je nach machtpolitischer Absicht verfeindeten oder verbündeten sie sich mit Nachbarn und Territorialherren. Mit Simon (1305-1315) und Albrecht von Buchenau (1418-1438) stellten die von Buchenau sogar selbst zwei Hersfelder Äbte und mit Hermann von Buchenau (1440-1449) einen Fuldaer Abt. Untereinander sicherte sich die verzweigte Familie 1406 durch einen sog. Burgfrieden ab: der Vertrag legte gegenseitigen „Schutz und Schirm“ unter den Ganerben fest und regelten die Weitervererbung.
Blütezeit zwischen Reformation und Dreißigjährigem Krieg
Das Geschlecht wuchs, nicht zuletzt auf Kosten seiner Nachbarn, an Wohlstand und an Nachkommenschaft. Im 16. Jahrhundert wurden die Ritter von Buchenau relativ unabhängig vom Kloster Fulda - sie besaßen große Lehen des Klosters Hersfeld und hatten sich dem hessischen Landgrafen verpflichtet. Mit der Einführung des protestantischen Glaubens behaupteten sie sich endgültig gegenüber dem Fuldaer Fürstabt. Bis zum Dreißigjährigen Krieg erlebte das Geschlecht, dessen Reichtum vor allem auf Waldbesitz, später auch auf einer Ziegelei basierte, seine Blütezeit, was sich auch in einer regen Bautätigkeit widerspiegelt: Eberhard von Buchenau ließ ab 1568 die erste rein evangelische Kirche in Nordhessen bauen. Da die Familie im 16. Jahrhundert zu groß wurde, ließen die Buchenauer neben ihrer Stammburg, dem heutigen Seckendorffschloss, weitere Gebäude im Renaissancestil errichten: das wegen seiner Lage oberhalb des Grabens auch „Obere Burg“ genannte Generalshaus (um 1550), das Spiegelschloss (um 1575) und das Schenckschloss (Anfang 17.Jh.).
Langsamer Niedergang des Rittergeschlechts
Nach dem Dreißigjährigen Krieg hatten sich die Verhältnisse gewandelt: während das Bürgertum einflussreicher wurde, sanken Bedeutung und Reichtum der Ritterschaft und so auch der Familie von Buchenau. Hinzu kam die wachsende Macht des hessischen Landgrafen im Hersfelder Gebiet. Finanzielle Schwierigkeiten und Zersplitterung der Familie führten nach und nach auch zum Besitzverlust: die Buchenauer mussten Geld vom Kloster Fulda leihen, ein Teil der Güter wurde 1670 an die Familie Schenk zu Schweinsberg verkauft, ein anderer fiel Anfang des 18. Jahrhundters an die von Boyneburg. Der vorletzte Buchenauer Julius starb Anfang des 19. Jahrhunderts hochverschuldet an seiner Trunksucht. Seinen beiden Söhnen war ebenfalls kein glückliches Schicksal bestimmt: der Jüngere erschoss sich aus Liebeskummer, der Ältere starb auf Napolenos Rußlandfeldzug an der Ruhr. Der Besitz fiel schließlich an ihre mit Gottfried von Seckendorff verheiratete Tante und damit an die Familie von Seckendorff.
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| | Lesen
 | Gisela Schäfer: Buchenau – Rittersitz und Dorf. In: Rhönwacht 2/1999. | | | |
| | | Internet
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 | Hanswilhelm Haefs: Ortsnamen und Ortsgeschichten aus der Rhön und dem Fuldaer Land. Hünfeld 2001. | | | |
 | http://www.burgen-und-schloesser.net | | | |
 | www.wikipedia.org | | | |
 | Archiv des Rhönklubs | | | |
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| Wappen derer von Buchenau |
| Quelle: www.wikipedia.org |
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