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Macht und Herrschaft zwischen Westfälischem Frieden und Wiener Kongreß (Thema)
  1648 bis 1815
  Beschreibung

Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde der „Absolutismus“ zur vorherrschenden Regierungsform in den deutschen Ländern. Die Fürsten hatten alle staatliche Macht inne und regierten mit Hilfe eines Kabinetts und einer auf sie verpflichteten Beamtenschaft. Der Verteidigung dienten straff organisierte stehende Heere. Das Staatswesen erfasste fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Zu nennen sind insbesondere die Wirtschaft und die Sozialfürsorge. Die Fürstenhöfe wurden zu den politischen und kulturellen Mittelpunkten der Länder.
Im 18. Jh. beeinflussten Ideen der „Aufklärung“ den Absolutismus. Die Orientierung am Gemeinwohl wurde zum Leitbild des politischen Handelns. Vornehmlich legten die Fürsten Wert auf die Hebung des Wohlstands und des Bildungsstandards ihrer Untertanen.
Der Frieden von Lunéville im Jahr 1801 hatte in Deutschland enorme Umbrüche zur Folge. Die geistlichen Fürstentümer wurden aufgelöst, ebenso die meisten Klosterherrschaften. Die nachfolgenden Staatswesen waren bis 1815 in ihrem Bestand noch nicht gefestigt und vielfach mehrmaligem Herrschaftswechsel unterworfen. Die Reichsritter verloren ihren reichsunmittelbaren Stand, ihre Territorien wurden in die umgebenden Länder eingegliedert.
  Bedeutung

In den ehemals Hennebergischen Ländern stellte das Jahr 1660 ein markantes Datum dar. Die Wettiner hatten die geerbten Gebiete bis dahin gemeinschaftlich verwaltet. Nun schritten sie zu einer ersten Teilung. Nach der Teilung von 1680 entstanden in der Rhön die Fürstentümer Sachsen-Meiningen und Sachsen-Römhild. Größere Gebietsanteile besaß ferner Sachsen-Eisenach. Kleinere Gebiete im Norden der Region standen den Landgrafen von Hessen zu. Reichsrechtlich blieben die Länder jedoch bis zum Ende des Alten Reichs 1806 eine Einheit und waren infolgedessen nur mit einer Stimme im Reichstag vertreten. Sie gehörten zum Fränkischen Reichskreis. 1710 starb die Linie Sachsen-Römhild aus. Die Ländereien gingen zum überwiegenden Anteil an Sachsen-Meiningen. Die Fürstabtei Fulda und das Fürstbistum Würzburg wurden 1802 säkularisiert. Fulda gehörte nacheinander zu dem Fürstentum Oranien-Nassau, Frankreich, dem Großherzogtum Frankfurt und Österreich. Würzburg wurde zunächst zu Kurbayern geschlagen und dann in ein Großherzogtum umgewandelt. Um den Besitz eines Teils der zwischen den neuen Ländern angesiedelten reichsritterschaftlichen Territorien gab es Streitigkeiten. 1808 einigten sich Sachsen-Meiningen und das Großherzogtum Würzburg auf einen Gebietstausch: die sächsischen Lehen Filke, Neustädtles, Sands, Völkershausen und Willmars kamen an Bayern, die Würzburger Lehen Berkach, Gleicherwiesen und Nordheim/Grabfeld gingen wie die gemischten Lehen Bibra und Walldorf an Sachsen-Meiningen.

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Dokumente
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