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Glöcklein von Rommers (Volkskundliche Überlieferung)
 
  Beschreibung

In der Nähe von Gersfeld liegt das Dorf Rommers, das in früherer Zeit ein größerer Ort gewesen sein soll und sogar eine kleine Kirche besaß. Als im Dreißigjährigen Krieg die Feinde immer näher rückten, vergruben die Einwohner laut einer Sage ihre Glocke in einem Moor. In dem langen Krieg jedoch verfiel die Rommerser Kirche, Wald wuchs bald über ihren Grundmauern und kaum einer wusste, dass es sie überhaupt gegeben hatte.
Viele Jahre nach dem Krieg trieb der Hirte von Rommers seine Herde in die Nähe des dortigen Moores. Da wühlte der Hund eine silberne Glocke aus dem Boden. Starke Männer holten den Fund und hängten die Glocke in der Gersfelder Friedhofskapelle auf.
Als das Glöcklein geläutet wurde, waren alle von dem klaren Klang begeistert. Doch am nächsten Morgen war es verschwunden. Ein alter Bauer, der noch von der unter-gegangenen Rommerser Kirche wusste, sagte: „Die Glocke ist da, wo sie hingehört.“ Doch man verstand nicht, was er meinte. Und als er nach Rommers zeigte, hörte man in diesem Augenblick von dort das Glöcklein klingen. Aber so viel man auch suchte, es konnte bis heute nicht gefunden werden.



  Bedeutung

In einem Wald bei Rommers sind vor einigen Jahren tatsächlich die Reste einer alten Kirche ausgegraben worden, sehr wahrscheinlich des wüsten Dorfes Hirza.


 
Internet

Website des Autors Gottfried Rehm, u.a. mit der ungekürzten Fassung dieser Sage
 

 
Quellen:

Gottfried Rehm, "Hexentanz auf den Danzwiesen", Rhön-Verlag 1996
 

 AutorIn Sandra Limpert
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Orte (www.rhoen.de)
Rommers
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